Sauerland mal anders

Das Sauerland trägt so ein bisschen das Image der großen Party-Meilen im hessischen Teil dieses Landstriches mit sich. Dass es auch anders geht, zeigt der Märkische Kreis.

Wir beginnen unsere kleine Rundreise in Altena. Nach einem kleinen Empfang mit Imbiss im Deutschen Drahtmuseum steht erst einmal eine Führung durch die Ausstellung an. Draht war und ist hier in Altena die Grundlage des Wohlstandes und er hat sich mittlerweile zum High-Tech-Produkt entwickelt. Im Anschluss gehen wir zur Burg Altena. Genauer: Wir fahren und zwar mit dem Erlebnisaufzug. Die Stadt hat mit ihm eine Verbindung zur 85 Meter über der Stadt gelegenen Burg geschaffen – und was für eine. Überaus unterhaltsam und multimedial wird man hier mit der Geschichte der Burg und ihrer Herren über die Jahrhunderte konfrontiert. Und am Ende erreicht man die Burg selbst, die weitere Museen beherbergt und z.B. auch die erste und älteste deutsche Jugendherberge ist. Kaffee und Kuchen sowie ein grandioser Ausblick runden das Burgprogramm ab.

Im Anschluss fahren wir mit dem Bus nach Balve – bekannt durch seine Reitturniere – und zwar in den Ortsteil Eisborn. Hier erwartet uns die Crew des Hotels Antoniushütte. Unser Zimmer entstammt der Feder eines Designers. Viel schöner noch ist aber das Abendessen. Toller Service, leckeres Essen und schön dekoriert ist es auch noch. Überhaupt ist das Hotel ein optischer Genuss und die drei Gebäudeteile bedienen in dieser Hinsicht sogar unterschiedliche Geschmäcker.

Am nächsten Morgen macht das Frühstück da weiter wo der Abend aufgehört hat. Wir checken in Ruhe aus und fahren wieder mit dem Bus. Unser Fahrer dreht eine Schleife am Sorpersee entlang, einer landschaftlich schön gelegenen Talsperre. In der Ortschaft Langscheid gibt es eine schöne Seepromenade. Wieder in der Nähe von Balve befindet sich das Schloss Wocklum. Der Eigentümer Graf Landsberg-Velen hat das Gebäude und Gelände trotz weiterhin privater Nutzung für die Öffentlichkeit geöffnet. Wir lassen uns durch die historischen Mauern führen.

Velen? Da war doch was. Richtig. Wer schonmal die Velen-Anlage in Papenburg an der Ems besucht hat: Auch sie gehört sozusagen zur Familie. Ebenfalls zum gräflichen Besitz gehört(e) die Luisenhütte nahe Schloss Wocklum. Hier wurden früher die in der Umgebung geförderten Eisenerze verarbeitet. Heute kann man die Herstellungsprozesse museal aufbereitet nachvollziehen. Eine tolle Anlage. Durch transparente moderne Einbauten kommt die historische Bausubstanz voll zur Geltung und man muss auch nicht auf authentische Geräusche und optische Eindrücke verzichten. Sehr sehenswert und aus meiner Sicht das Highlight unserer Reise.

Zum Abschluss geht es nach Balve in das Restaurant „Zur Höhle“. Auch hier versteht man zu kochen und es wird ein schöner Abschluss unserer Tour. Das Restaurant liegt – wie der Name schon sagt – neben der Balver Höhle, in der sogar Kulturveranstaltungen und Konzerte stattfinden. Hier endet unsere kurze Reise. Das Programm war dicht gepackt aber hochinteressant.

Euer Reisezauberer

Bodensee – Tag 6

Rückreisetag. Schade. Noch einmal genießen wir das reichhaltige Frühstück im Hotel und zwar etwas früher als sonst, denn wir wollen vor der Abfahrt nochmal shoppen gehen. Bäcker Reck und Metzger Forster haben uns in den letzten Tagen sehr gut bewirtet. Also hin und gleich für die Fahrt und für zuhause ein paar leckere Sachen einkaufen. Außerdem gibt es einen Hofladen keine 300 m vom Hotel entfernt. Hier gibt es Obst (frisch und in flüssiger Form…).

Kurze Zeit später stehen die Koffer in Reih und Glied auf dem Bürgersteig gegenüber dem Hotel Rad, das für 5 Nächte unsere Unterkunft war und einen prima Service abgeliefert hat. Wenig später sitzen wir schon im Bus und lassen diese schöne Reise noch einmal Revue passieren.

Die Rückfahrt verläuft ohne Zwischenfälle und ohne Stau, so dass wir am frühen Abend zurück sind. Bis zum nächsten Mal am Bodensee.

Euer Reisezauberer

Bodensee – Tag 5

Langsam nähert sich unsere Bodensee-Reise ihrem Ende. Aber nur langsam, denn heute geht es noch einmal zu den südlichen Nachbarn. Aber zuerst fahren wir nach Lindau. Die Stadt ist zwar heute sehr ausgedehnt, der historische Kern auf der Insel ist aber das Ziel der meisten Touristen. Wir steigen am Bahnhof aus, dem man ansieht, dass über seine Zukunft lange gestritten wurde. Schönes Jugendstil-Gebäude, dem ein Pott Farbe gut täte. Wir machen einen Stadtspaziergang Richtung Hafen mit seinem berühmten Ausfahrttor aus Löwe und Leuchtturm. Weiter geht es entlang der hinstorischen Stadthäuser aus vielen Kulturepochen, durch gemütliche Gassen und an schön gestalteten Läden und Cafés vorbei. Natürlich fehlt auch das Münster nicht, eine ehemalige Stiftskirche, in der gerade heute spontan ein gemischter Chor, dessen Mitglieder auch als Touristen hier sind, ein Kirchenlied singt. Im Anschluss haben wir noch etwas Zeit zum Shoppen, bevor unser Bus uns am Bahnhof wieder erwartet. Das ist ganz gut so, denn es fängt an zu tröpfeln…

Wir fahren weiter in die Schweiz und machen Rast am Werdenberger See in der Stadt Buchs. Es gibt ein tolles Büffet, das wir heute morgen bei Metzger Forster in Tettnang abgeholt haben. Alle sind ganz begeistert. Zur Verdauung gibt es noch einen Spaziergang nach Werdenberg, unmittelbar am anderen Seeufer gelegen.

Die Entfernungen hier sind kurz und so erreichen wir nach wenigen Autobahnminuten das Fürstentum Liechtenstein. Die Grenze zur Schweiz ist nicht wahrnehmbar und trotzdem ein eigener Staat. Mit knapp 37.000 Einwohner und 160 Km² Fläche rangiert Liechtenstein an Position 4 der kleinsten Staaten Europas. Wir befinden uns in der Hauptstadt Vaduz, über der das fürstliche Schloss thront. Überhaupt ist hier vieles fürstlich, z.B. der Weinberg oder die Wälder drumherum. Übrigens sind es auch die Preise… Es folgt nach dem Aussteigen der obligatorische Stadtspaziergang bevor uns der Bus wieder aufnimmt und wir die Heimreise antreten.

Da wir heute etwas früher zurück sind, nutzen wir die Zeit bis zum Abendessen noch für einen Bummel in Tettnang und erwerben leckere Sachen.

Euer Reisezauberer

Bodensee – Tag 4

Heute wird es international. Drei Länder stehen auf dem Programm: Deutschland, Österreich und die Schweiz. Von Tettnang aus ist man schnell an Lindau vorbei in Bregenz. Dort fahren wir erst einmal auf den Hausberg, den Pfänder. Mit einer großen Seilbahngondel erreicht man in wenigen Minuten die Bergstation und die gut 1.000 m Höhe über dem Meeresspiegel – und damit 600 Meter über dem Bodensee – garantieren eine traumhafte Aussicht – wenn das Wetter stimmt. Und heute stimmt es. Wir sehen schneebedeckte Alpengipfel, eine topfebene Seefläche mit vielen Segelboten und die sanften Hügel des Bregenzer Waldes und des Appenzeller Landes.

Apropos: Unsere nächste Station ist Dorf Appenzell. Der 5.000-Einwohner Ort am Flüsschen Sitter ist einfach hübsch und bietet ein bisschen Schatten für unseren Mittagsimbiss direkt am Fluss. Wir fahren weiter durch die Hügellandschaft, die von der Milchwirtschaft geprägt wird. Kein Wunder, dass man hier auch schmackhaften Käse macht.

Nur einen Katzensprung entfernt liegt St Gallen. Die historische Altstadt ist schön anzusehen. Fluch und Segen des Sonntages: Wir haben überall freie Bahn aber die Geschäfte sind zu. Schade, denn die Fußgängerzone lädt zum Bummeln ein. Wir machen einen Stadtrundgang mit unserer Reiseleiterin und besuchen zunächst die Stiftskirche, einen beeindruckenden Barockbau, in dem sich aber auch einige andere Baustile bis hin zum Klassizismus wiederfinden. Direkt nebenan liegt die Stiftsbibliothek, ein Prachtbau aus dem 18. Jahrhundert, in dem viele einzigartige, historische Schriften aufbewahrt werden.

Auch heute waren es wieder 30° Außentemperatur, so dass so mancher die restliche Zeit bei einem kühlen Getränk in Schatten verbracht hat. Immerhin haben einige Cafés in der Stadt geöffnet und akzeptieren Euro.

Wir machen uns dann aber von St. Gallen aus zurück über Österreich nach Tettnang. Wir sehen och einmal den Pfänder (diesmal von unten) und genießen noch einmal viele Aussichten auf den Bodensee. Zum Abendessen hat uns unser Hotel wieder.

Euer Reisezauberer

Bodensee – Tag 3

Der heutige Tag beginnt mit einer Seereise. Kein Wunder, wenn man weiß, wie sehr das Leben hier im, am und auf dem Bodensee stattfindet. Wir fahren mit der Fähre von Meersburg nach Konstanz. Meersburg ist eine Stadt in zwei Etagen. Von der oberen Altstadt ist es ein ganz schöner Abstieg bis man auf Seeniveau ist. Die freundlichen „Kümmerer“ der Fähre lassen unseren Bus millimetergenau auf die LKW-Spur fahren. Kreuzfahrtflair ist anders, aber die Fahrt dauert ja nur eine Viertelstunde.

Am anderen Seeufer wartet Konstanz, genauer der Stadtteil Staad. Unser Stadtführer, der uns an der historischen Uhr erwartet, erklärt uns, dass alles, was nördlich des Rheins liegt, eigentlich gar nicht Konstanz ist. Mehrere geschichtliche Wendungen haben dazu geführt, dass Konstanz heute zu Deutschland gehört und nicht zur wenige Meter südlich beginnenden Eidgenossenschaft. Bei der Stadtführung erfahren wir viel über das Konstanzer Konzil, als man von 1414 bis 1418, also genau vor 600 Jahren, versuchte aus 3 Päpsten und Gegenpäpsten wieder einen zu machen. Außerdem sehen wir mehrere Straßenzüge, die die alte Wasserlinie des Bodensees nachzeichnen, denn die Stadt ist über die Jahrhunderte immer weiter in den See gewachsen. Besonders interessant ist das Münster. Hier kommen alle Baustile der Jahrhunderte zusammen und man merkt, wie wichtig die Stadt in der Kirchengeschichte einmal war. Heute ist Konstanz eher Pilgerstadt für tausende Schweizer, die aufgrund des Währungsgefälles Franken/Euro in der Stadt günstig einkaufen.

Zurück am Bus gibt es erstmal einen schmackhaften Mittagssnack. Bäckerei Reck auf Tettnang (bekannt aus dem Wettbewerb „Deutschland bester Bäcker“ aus dem Fernsehen) hat uns Teigfladen mit Schinken, Parmesan und Rucola vorbereitet. Dazu gibt es toscanischen Wein oder (angesichts der Hitze) eine Weinschorle. Superlecker!

Unsere nächste Station ist die Blumeninsel Mainau. Man gelangt über einen Steg auf das Eiland. Wer es bequemer haben möchte: Es gibt einen Shuttlebus. Markgraf Friedrich I. von Baden hat den Landschaftpark gegründet. Hier werden viele und auch seltene Blumen, Bäume und andere Zierpfanzen präsentiert. Natürlich kann man das Schloss der Insel bewundern und sich in einer der vielen gastronomischen Einrichtungen von Wurstbude bis Edelrestaurant verwöhnen lassen. Aufgrund des schönen Wetters ist es ganz schön voll, auch wenn uns der nur zu 1/3 gefüllt Parkplatz signalisiert, dass es noch deutlich voller werden kann… Wir machen uns nach knapp 3 Stunden auf den Weg zurück zum Bus durch die Mammutbaumallee. Beeindruckende Baumriesen.

Auf der Rückfahrt um den Überlinger See, den nordwestlichen Zipfel des Bodensees genießen wir immer mal wieder das Seepanorama und kehren schließlich zum Abendessen wieder ins Hotel zurück. Ein schöner Tag, aber heiß…

Euer Reisezauberer

Bodensee – Tag 2

Unser erstes Tagesziel ist Unteruhldingen. Hier wurden seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts Pfahlbauten aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit rekonstruiert. Die damaligen Bewohner nutzten das Seeufer wegen der Sicherheit, der guten (Wasser-)Verkehrswege und der Ernährungssituation. Wasser und vor allem Schlamm auf dem Seegrund haben unter Luftabschluss bis zu 5000 Jahre alte Kulturgüter erhalten. Mit Recht ein Weltkulturerbe. Um nicht buchstäblich ins kalte Wasser geworfen zu werden, beginnt unsere Führung mit einer Multimediashow, mit der wir trockenen Fußes einen Tauchgang auf den Seegrund machen können.

Nicht weit von Unteruhldingen liegt die barocke Klosterkirche Birnau. Neben dem bekannten Sakralbau aus dem 18. Jahrhuntert mit dem berühmten „Honigmännchen“, einem Honig schleckenden Engelchen, gibt es hier den ersten fantastischen Seeblick.

Apropos Seeblick: Zur Mittagspause suchen wir den Haldenhof oberhalb von Sipplingen auf. Fast 700 m hoch und damit 300 Meter über dem See gelegen, bietet er tolle Ausblicke. Nebenbei bekommt man in wenigen Minuten ein schmackhaftes Essen, das wir unter den großen Bäumen im Biergarten verzehren. Man ist hier auf Wanderer und Touristen eingestellt, denn hier laufen eine Menge Wanderwege zusammen.

Die nächste Etappe ist etwas länger und geht ins Ausland. Wir fahren in die Schweiz nach Schaffhausen, natürlich zum berühmten Rheinfall. Hier stürzen sie die Wassermassen auf dem Weg zur Nordsee über die Klippen. Wer es etwas nass vertragen kann, lässt sich mit einem der kleinen, PS-starken Ausflugsboote bis in die Gischt fahren. Ansonsten gibt es hier natürlich alles, was das Touristenherz begehrt.

Auf dem Rückweg gibt es wieder tolle Seeblicke und wir sind zum Abendessen wieder im Hotel. Was gibt es noch? Ach ja, heiß war´s. Bis zu 33° zeigen die Thermometer. Wir danken unserer Klimaanlage…

Euer Reisezauberer

Bodensee – Tag 1

Der Weg ist nicht immer das Ziel, aber manchmal ist er weit. So auch bis zum Bodensee. Viel Autobahn (Gott sei Dank ohne Stau!). Durch prima Pauseneinteilung und schönes Wetter aber kein Problem. Auf den letzten Kilometern zum Hotel sieht man von fern schon das eine oder andere Zipfelchen vom See, der mit 50 Km³ das größte Süßwasserreservoir Deutschlands ist.

Unser Übernachtungsort ist Tettnang, genauer das Hotel Rad mit 500jähriger Tradition. Das Haupthaus ist ein wunderschöner historischer Fachwerkbau.

Vor dem Abendessen machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt von Tettnang. Historische Gebäude, ein bisschen Wasser und neu renovierte Straßen und Wege. Alles sehr hübsch gemacht und durch das schöne Wetter sitzen die Leute überall und den Sonnenschirmen und lassen sich Abendessen oder Feiertagsbier schmecken.

Natürlich sitzen wir nach dem Essen auch noch auf der Hotelterrasse, lassen den Abend ausklingen und philosophieren schon mal über den morgigen Tag.

Euer Reisezauberer