Toskana-Reise, Tag 3

Heute ist der erste reine „Toskana-Tag“. Schon das Frühstück ist lecker und schön landestypisch. Unsere Reiseentfernung zum ersten (und wie sich herausstellen wird einzigen) Tagesziel beträgt rund 5 Km. Wir fahren zur Fattoria la Vialla, einem Bio-Landgut, das in Deutschland vielen bekannt ist, denn die Erzeugnisse wandern oft über die Alpen zu den „Nordlichtern“.

Wir erleben eine Führung über das Gelände. Allerdings sehen wir nur einen Ausschnitt der vielen tausend Quadratmeter, die die Fattoria umfasst. Unsere Führerin Pamela zeigt uns zunächst die kleine Mühle, die schon etliche Jahre auf dem Buckel hat aber bis heute täglich im Einsatz steht. Das Mehl geht nach nebenan, wo wir die Produktion der leckeren Kekse beobachten können. Die Backöfen werden übrigens traditionell mit Holz beheizt und das Ergebnis dürfen wir probieren. Lecker.

Einen Raum weiter geht es wenigr beschaulich zu. Die Küche der Fattoria, in der alle Soßen, Marmeladen etc. hergestellt werden, ist schon High-Tech. Auch hier dürfen wir das Ergebnis des Tages, ein Tomatensugo, probieren. Gegenüber der Küche werden die Kekse verpackt. Auch hier: Alles Handarbeit.

Nächste Station der Führung war der Weinkeller. Hier lagern die Weine der Fattoria in Holzfässern. Wenn ich richtig verstanden habe, liegen hier 450.000 Liter. Wir bekommen natürlich einen Rotwein zum Kosten, nein sogar zwei. Auch lecker. Direkt nebenan liegt die Ölmühle. Hier wird ab Oktober wieder das leuchtend grüne Olivenöl gepresst. Wir haben wenigsten ein bisschen beim Abfällen der Lagerbestände zuschauen dürfen.

Von der Ölmühle aus geht es ein wenig bergan, wieder an Küche und Backstube vorbei sowie am Hofladen bis zum Hauptgebäude der Fattoria la Vialla. Hier erwartet uns ein Menü, das uns die nächsten viereinhalb Stunden (kein Scherz) beschäftigen sollte. Zunächst gab es Antipasti der verschiedensten Art und verschiedene Schauweine als Apperitiv. Wie wir erfahren sollten, zählte dieser Gang beim Fünf-Gänge-Menü noch nichtmal mit.

Erster Gang waren wieder Antipasti, nur das es jetzt an der langen Tafel unter den Bäumen weiter ging. Gemischte Crostini, ein Eiergericht und der passende Weißwein. Als nächstes schlossen sich Penne an, also die traditionelle Pasta der Gegend.

Rotwein kam als Begleiter des geschmorten Lamms zum Einsatz. Auch der Hammer. Dazu (oder danach?) gab es Kartoffeln und Karotten sowie gemischten Salat. Und ein wenig Wein gab es auch…

Da man uns ohne Dessert nicht gehen lassen wollte, kamen noch hausgebackene Kuchen und Kekse auf den Tisch mit starkem italienischem Kaffee. Und so saßen wir noch lange an der langen Tafel unter den Bäumen und ließen aus die Sonne auf den Pelz scheinen.

Und ganz zum Schluss stand noch ein Besuch im Hofladen an, um ein paar ess- und trinkbare Andenken zu erstehen.

Fazit des Tages: Ganz, ganz selten so lecker gegessen und über einen so langen Zeitraum soviel Spaß gehabt und einfach genossen. Ach so: Von der Fatoria aus ging es zurück ins Hotel, wo erneut ein mehrgängiges Essen auf uns wartete. Mann o Mann.

Euer Reisezauberer