Saisonabschluss in Franken, Tag 3

Heute heißt es Abschied nehmen von Franken und seiner Hauptstadt. Nach wenigen Minuten Fahrt halten wir aber noch einmal und sehen uns die berühmte Nürnberger Burg an. Dafür war es gestern einfach schon zu dunkel. Ein imposantes Bauwerk, dass sich direkt an der historischen Altstatt befindet.

Nun geht es auf die Autobahn und wir machen unsere Mittagspause in Fulda. Jede/r hat Zeit, sich die Stadt nach seinem Gusto anzusehen. Fulda ist sehr kirchlich geprägt und das Stadtbild ist prunkvoller als das des ungefähr gleich großen Bamberg. Die Barockzeit hat hier deutliche Spuren hinterlassen.

Wir schauen uns den Dom und das Stadtschloss mit seinem Schlossgarten an, der bei dem schönen Wetter von vielen Bürgerinnen und Bürgern bevölkert war, die sich an den Springbrunnen und Fontänen versammelten. Auch die Fußgängerzone ist hübsch, auch wenn am Sonntag mal keine Läden geöffnet haben.

Leider ist das Stadtviertel, durch das wir auf dem Weg zurück zum Bus laufen, keine Visitenkarte aber das soll den Eindruck von Fulda nicht trüben. Unsere Mittagspause hier zu machen, war eine gute Idee.

Jetzt aber ab nach hause. Bis wieder alles an seinem Platz liegt, dauert es ja auch noch etwas.

Euer Reisezauberer

Saisonabschluss in Franken, Tag 2, Teil 2

Es kommt nicht oft vor, dass ich zwei Berichte über einen Tag schreibe. Aber der Kontrast zwischen dem pittoresken Bamberg und dem, was uns in Nürnberg erwartet, könnte größer nicht sein. Am beengten Busbahnhof steigt unsere Gästeführerin zu und zeigt uns die fränkische Hauptstadt bei einer Rundfahrt. Zunächst geht es raus aus der Innenstadt zum Reichparteitagsgelände aus der NS-Zeit. Natürlich kann man sich das gewaltige Ensemble von Prachtbauten auch erklären lassen. Um die Gebäude und den geschichtlichen Kontext zu verstehen, sollte man sich den Gigantismus besser selbst vor Augen führen. In die Kongresshalle, einst für 50.000 Menschen geplant und stilistisch an das Kollosseum in Rom angelehnt, können wir mit dem Bus sogar hineinfahren und das Fahrzeug sieht darin noch nicht einmal groß aus. Die Halle ist nie fertiggestellt worden und beherbergt heute auch das Dokumentationszentrum des Geländes.

Nach ein paar Minuten Fahrt führt uns ein kurzer Fußweg auf das Zeppelinfeld mit seinen Tribünenanlagen für den Führerkult. Dieser Bau wurde als einziger fertiggestellt aber nach dem Krieg gesprengt, so dass heute nur noch eine Ruine übrig geblieben ist. Der Stil und die Dimensionen lassen sich aber gut erfassen. Das Zeppelinfeld wurde später Veranstaltungsort für Musikkonzerte und sogar Autorennen („Norisring“). Es ist durchaus umstritten, solche Veranstaltungen wegen der Geschichte des Geländes nicht mehr auszurichten, denn sie haben dem Kultcharakter des Arreals auch ein bisschen was entgegen gesetzt. Unsere Gästeführerin hat noch ein paar Bilder dabei, wie sich das Gelände Ende der 30er Jahre präsentiert hat, mit zigtausenden Menschen und extremem Fahnenschmuck.

Vom Reichsparteitagsgelände fahren wir in die historische Innenstadt. Nürnberg ist die einzige europäische Großstand mit durchgehender Stadtmauer. Allerdings ist vieles nach dem Krieg wieder aufgebaut worden. Wir sehen außerdem noch den Justizpalast, bekannt durch die Nürnberger Prozesse, und dürfen mit dem Bus – lizensierte Stadtführerin sei Dank – sogar durch einen Teil der Fußgängerzone fahren. So haben wir es nicht mehr weit bis zum historischen Handwerkerhof, wo wir im „Bratwurstglöcklein“ die typischen Nürnberger Rostbratwürstchen verspeisen und so einen schönen und interessanten Tag ausklingen lassen.

Euer Reisezauberer

Saisonabschluss in Franken, Tag 2, Teil 1

Gut 60 Km nördlich von Nürnberg liegt Bamberg. Die Stadt liegt links, rechts und in der Mitte der Regnitz, etwas weiter aufwärts gebildet aus Rednitz und Pegnitz. Da kann man schonmal durcheinanderkommen. Bamberg nennt sich – wie wir von unserer Stadtführerin erfahren – Barockstadt auf mittelalterlichem Grundriss. Und so finden wir enge Gassen und wunderschöne alte Häuser, die sich in das Tal einfügen. Die komplett erhaltene Zeile direkt an der Regnitz heißt „Klein Venedig“ und macht diesem Namen alle Ehre. Sehenswert ist auch das alte Rathaus, mitten im Fluss und nur über Brücken erreichbar. Zu seinem Bau wollte der Fürstbischoff kein Land hergeben und so baute man eben direkt in der Regnitz auf Eichenpfählen. Wir gehen weiter bis zum Domplatz mit der imposanten Bischoffskirche und der alten Hofhaltung, in der sich die gekrönten Häupter auf der Durchreise aufhielten und von wo aus der Dombereich bewirtschaftet wurde.

„Am Kranen“ (heißt so wegen der alten Lagekrane am Regnitzufer) verabschieden wir unsere Gästeführerin und gehen an Bord der MS Christl. Das Fahrgastschiff bringt uns durch eine Regnitzschleuse Richtung Hafen und Main-Donau-Kanal. Eigentlich ist ist der Kanal der rechte Regnitzarm (die historische Altstadt liegt also am linken…). Aber man nutzt ihn nach kanalähnlichem Ausbau als Binnenwasserstraße zwischen Donau und Main. Im Hafen liegen allein 5 Flusskreuzfahrtschiffe und wir treffen später noch mehrere (meist englischsprachige) Reisegruppen, deren Leiter jeweils ein Schildchen mit der Schifffahrtsgesellschaft hoch hält. Außerdem fahren die Kreuzfahrtteilnehmer von hier aus mit Bussen nach Nürnberg.

Unsere kleine Rundfahrt dauert 80 Minuten und endet wieder „Am Kranen“. Wir nutzen noch ein Stündchen Freizeit zum Bummeln, Shoppen, zur Dombesichtigung oder was den Gästen sonst noch einfällt und machen uns wieder auf den Weg zum Bus. Der zweite Teil des Tages führt uns zurück nach Nürnberg. Aber das ist Thema des nächsten Berichts.

Euer Reisezauberer

Saisonabschluss in Franken, Tag 1

Auch die schönste Saison geht einmal zuende, bei Bus- und Gruppenreisen häufig mit einer Saisonabschlussfahrt. Unsere ging ins Frankenland. Unser erster Tag führte uns bei immer schöner werdendem Wetter zunächst nach Würzburg. Die alte Residenzstadt gehört zu den klassischen Universitätsstädten Deutschlands und ist (bei 28.000 Studenten auf 125.000 Einwohner kein Wunder) sehr lebhaft. Wir erkunden die Stadt per Stadtführung. Unsere Gästeführerin führt uns von der Residenz aus, einem Prachtbau der früher hier weltlich und kirchlich herrschenden Fürstbischöfe, in die Innenstadt. Wir sehen den Dom und das direkt daneben gelegene Neumünster. Gerade der Dom hat wechselvolle Baugeschichte hinter sich. Unterschiedliche Baustile, Folgen der totalen Zerstörung noch im Frühjahr 1945 und wirtschaftswunderliche Bausünden haben ihre Spuren hinterlassen.

Der älteste Teil des Würzburger Rathauses heißt Grafeneckard. Im Erdgeschoss gibt es eine kleine Ausstellung zur Zerstörung der Stadt im zweiten Weltkrieg. Nur einen Katzensprung entfernt liegt die alte Mainbrücke, die ein wenig an die Karlsbrücke in Prag erinnert. Würzburger Tradition ist der „Brückenschoppen“. Die Einheimischen kommen nämlich gerne bei schönem Wetter hierher und lassen sich ein Viertel Frankenwein schmecken.

Ende der Stadtführung ist am Juliusspital, einem historischen aber auf dem neuesten Stand befindlichen Krankenhaus, auf dessen Gelände Wein angebaut und gekeltert wird. Auch hier nehmen wir an einer Führung teil, in deren Verlauf es auch etwas Wein zum Probieren gibt. Leider ist unser Führer hier flexibel wie ein Amboss und unsere mehrfach geäußerten Bitten auf Rücksichtnahme auf die Gäste, die nicht ganz so gut zu Fuß sind (und schon 2 Stunden Stadtführung in den Knochen haben) oder auf Möglichkeiten, eine Toilette aufzusuchen, verhallen ungehört. Wir helfen uns (und den Gästen) so gut es geht aber der Genuss ist getrübt, zumal die betreffenden noch nichtmal einen Schoppen Wein abbekommen haben.

Immerhin darf uns unser Bus direkt auf dem Gelände abholen und so fahren wir mit etwas Verspätung gen Nürnberg. Wir übernachten im Hotel am Wöhrdersee (nein, nicht Wörtersee…). Hier werden wir nett empfangen und die Unterkunft überzeugt durch abgestimmtes Ambiente und professionellen Service. So ist auch das dreigängige Abendessen sehr gut. Also doch noch ein gelungener Abschluss des ersten Tages.

Euer Reisezauberer

Infa Hannover

Auch eine Reise von ca. 1 Stunde ist eine Reise. Also geht es heute zur Infa nach Hannover. Früher hieß diese Messe „Hausfrauenausstellung“. Heute werden Besucher beiderlei Geschlechts angesprochen, wobei am heutigen Freundinnentag die Frauen in der Überzahl waren. Freundinnentag hieß: Zwei Freundinnen zahlen gemeinsam einen ermäßigten Eintrittspreis. Wir haben es auch als männliche Freunde versucht und es hat geklappt. Gleichberechtigung sei Dank 😉

Ansonsten hat die Messe viel Bekleidung, Dekoartikel (allein eine ganze Halle Weihnachten…), Gesundheit, Wohnen etc. zu bieten, neudeutsch also Lifestyle. Dazu gehört auch leckeres Essen. Halle 26 hieß nicht umsonst „Markthalle“, den hier ballten sich Winzer, Süßwarenhändler, Wurstbuden, Feinkostläden, Käsereien etc. Dazwischen gab es immer wieder Vorführungen nützlicher (und weniger nützlicher) Haushaltshelferlein und die Tüten und Taschen der Besucher(innen) zeugten davon, dass die Verkäufer ihren Job nicht schlecht gemacht haben.

Alles in allem eine runde Sache und jede/r konnte auf der Rückfahrt von den Erlebnissen und den Schnäppchen berichten, die der Tag gebracht hat.

Euer Reisezauberer

Toskana-Reise, Tag 8

Der größte Teil Italiens liegt ja schon hinter uns. Nur noch ein wenig Südtirol und wir sind wieder auf Heimatkurs. Der Morgen in Stilfes ist klar und kalt. Etwas fröstelnd machen wir uns auf einen kleinen Fußmarsch durch den Ort, Besuch beim örtlichen Kaufmann inklusive. Das einheimische Brot, die Wurst und der Käse sind himmlisch.

Nach dem Frühstück geht es wieder auf die Autobahn, über den Brenner und bis ungefähr nach Innsbruck. Danach biegen wir ab Richtung Fernpass. Ein wenig treiben uns die Grenzkontrollen um oder vielmehr der Stau, den sie auf der Autobahn auslösen. Also schlagen wir uns in die Berge und genießen die schönen Bergpanoramen. Die kurze Pause am Rasthof „Zugspitzblick“ lohnt sich ebenfalls. Über Reutte geht es wieder Richtung Autobahn und die weitere Rückfahrt verläuft nahezu störungsfrei. Heimat, du hast uns wieder.

Euer Reisezauberer