Saisonabschluss in Franken, Tag 1

Auch die schönste Saison geht einmal zuende, bei Bus- und Gruppenreisen häufig mit einer Saisonabschlussfahrt. Unsere ging ins Frankenland. Unser erster Tag führte uns bei immer schöner werdendem Wetter zunächst nach Würzburg. Die alte Residenzstadt gehört zu den klassischen Universitätsstädten Deutschlands und ist (bei 28.000 Studenten auf 125.000 Einwohner kein Wunder) sehr lebhaft. Wir erkunden die Stadt per Stadtführung. Unsere Gästeführerin führt uns von der Residenz aus, einem Prachtbau der früher hier weltlich und kirchlich herrschenden Fürstbischöfe, in die Innenstadt. Wir sehen den Dom und das direkt daneben gelegene Neumünster. Gerade der Dom hat wechselvolle Baugeschichte hinter sich. Unterschiedliche Baustile, Folgen der totalen Zerstörung noch im Frühjahr 1945 und wirtschaftswunderliche Bausünden haben ihre Spuren hinterlassen.

Der älteste Teil des Würzburger Rathauses heißt Grafeneckard. Im Erdgeschoss gibt es eine kleine Ausstellung zur Zerstörung der Stadt im zweiten Weltkrieg. Nur einen Katzensprung entfernt liegt die alte Mainbrücke, die ein wenig an die Karlsbrücke in Prag erinnert. Würzburger Tradition ist der „Brückenschoppen“. Die Einheimischen kommen nämlich gerne bei schönem Wetter hierher und lassen sich ein Viertel Frankenwein schmecken.

Ende der Stadtführung ist am Juliusspital, einem historischen aber auf dem neuesten Stand befindlichen Krankenhaus, auf dessen Gelände Wein angebaut und gekeltert wird. Auch hier nehmen wir an einer Führung teil, in deren Verlauf es auch etwas Wein zum Probieren gibt. Leider ist unser Führer hier flexibel wie ein Amboss und unsere mehrfach geäußerten Bitten auf Rücksichtnahme auf die Gäste, die nicht ganz so gut zu Fuß sind (und schon 2 Stunden Stadtführung in den Knochen haben) oder auf Möglichkeiten, eine Toilette aufzusuchen, verhallen ungehört. Wir helfen uns (und den Gästen) so gut es geht aber der Genuss ist getrübt, zumal die betreffenden noch nichtmal einen Schoppen Wein abbekommen haben.

Immerhin darf uns unser Bus direkt auf dem Gelände abholen und so fahren wir mit etwas Verspätung gen Nürnberg. Wir übernachten im Hotel am Wöhrdersee (nein, nicht Wörtersee…). Hier werden wir nett empfangen und die Unterkunft überzeugt durch abgestimmtes Ambiente und professionellen Service. So ist auch das dreigängige Abendessen sehr gut. Also doch noch ein gelungener Abschluss des ersten Tages.

Euer Reisezauberer