Dänemark zum Jahreswechsel, Teil 2

Frohes neues Jahr. Zu Neujahr geht es weiter mit unserem Dänemark-Kurztrip und zwar mit dem Highlight: Kopenhagen. Vom Ferienhaus in Lojt sind es knapp 300 Km in die dänische Hauptstadt. Seit einigen Jahren ist der Landweg komplett und man muss nicht mehr per Fähre übersetzen. Kopenhagen liegt auf der Insel Seeland. Auf dem Weg dahin muss man noch die Insel Fünen überqueren. Lillebelt und Storebelt heißen die beiden Ostseearme, die wir überqueren müssen. Der Storebelt (zu deutsch: Großer Belt) wird auf einer 18 Km langen, mautpflichtigen Brücke überquert. Ein beeindruckendes Bauwerk und die Ostsee gebärdet sich bei der steifen Briese ganz schön wild. übrigens gibt es auch auf Fünen (Ladby) und Seeland (Trelleborg) tolle Wikingermuseen.

Ein Besuch in der Kopenhagener Touristinformation stattet uns mit der notwendigen Information aus und nach einem kurzen Imbiss (Pizza all you can eat…) starten wir unsere Stadtrundfahrt. Immerhin verfügt Kopenhagen allein über drei Königsschlösser. Das erste ist Schloss Rosenborg. Leider versteckt es sich ein wenig vor den Blicken der Autofahrer aber der Park drumrum ist sehr schön und für die Öffentlichkeit freigegeben. Direkt gegenüber befindet sich der botanische Garten mit dem gläsernen Palmenhaus.

Unser Weg führt uns dann zur Hauptsehenswürdigkeit, der „kleinen Meerjungfrau“. Das bronzene Denkmal ist unscheinbar aber durch eine gute Beschilderung leicht zu finden. Für mehr als ein paar Fotos reicht es heute nicht, denn der Wind bläst einen hier fast weg. Weiter geht es zum Kreuzfahrthafen. Bis zu 18 Kreuzfahrtriesen können an den Liegeplätzen festmachen. Einige davon am eigens dafür errichteten neuen Kreuzfahrtpier, wo es sogar eigene Empfangshallen gibt. Auch hier schlagen die Ostseewellen mit Macht gegen die Kaimauer und bilden sogar kleine Eiszapfen.

Nächstes Ziel, zweites Schloss. Amalienborg gruppiert sich mit mehreren Gebäuden um einen zentralen Platz, den man sogar mit dem Auto befahren kann. Unifomierte Wachsoldaten wie aus dem Bilderbuch marschieren auf und ab und lassen sich auch mit den Touristen fotografieren. Kurz vor Geschäftsschluss noch ein Besuch im Shop und wir verlassen die tolle Anlage wieder. Das Königin Margarethe zu hause ist, sieht man übrigens an der aufgezogenen Flagge. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Marmorkirche mit der größten Kirchenkuppel Skandinaviens.

Langsam wird es dunkel. Genau richtig für Nyhavn, ein altes Hafenbecken, um das herum sich zahlreiche Kneipen und Lokale drängen. Ein paar Stufen runter und wir landen in einem urigen Keller, in dem es frisch gezapftes dänisches Bier gibt.

Letzte Sehenswürdigkeit unseres Kopenhagen-Tages ist Schloss Christiansborg. Es beherbergt heute das Parlament „Folketing“, das oberste dänische Gericht und den Dienstsitz der Königin. Alle drei Staatsgewalten unter einem Dach. Das gibt es europaweit kein zweites Mal.

Zeit den Rückweg anzutreten, der uns wieder über die großen Brücken führt, die auch bei Dunkelheit beeindruckend sind.

Am nächsten Tag räumen wir unser Ferienhaus auf, packen und machen uns wieder auf den Heimweg, nicht ganz frei von Staus, Umleitungen und Wetterkapriolen. Zwei Stunden zusätzlich müssen wir investieren. Schöne Reise und trotzdem ist man bei Kälte und Schneefall froh, wenn man wieder zu hause ist.

Euer Reisezauberer

Dänemark zum Jahreswechsel, Teil 1

Raus aus dem Alltag, einfach mal ein paar Tage abschalten. Wenn man wirklich Ruhe sucht, geht das am besten bei unseren nördlichen Nachbarn in Dänemark. Also: Ferienhaus gebucht, am besten per Internet (geht oftmals auch, wenn man nicht vom Samstag bis Samstag fahren möchte). Wir haben uns für einen Ort knapp hinter der deutsch-dänischen Grenze entschieden. Das Lojt-Feriecenter liegt in der Nähe von Aabenraa (zu deutsch: Apenrade). Die Kleinstadt ist das Zentrum der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Mit der deutschen Sprache kommt man aber auch im übrigen Dänemark ganz schön weit.

Über den Jahreswechsel sind hier in Lojt nur wenige Häuser belegt. Die Anlage ist klar auf den Sommer eingestellt. Dementsprechend sind die umfangreichen Freizeiteinrichtungen (Pool, Sportanlagen, Gastronomie, Campingplatz etc.) auch im Winter geschlossen. Unser Haus ist einfach, aber komplett eingerichtet. Ein kleines Problem mit einem der Elektroheizkörper ist vom Service in wenigen Minuten behoben. Sehr gut.

Aber das erste Ereignis unserer Reise haben wir noch vor der Grenze eingebaut. Haithabu, die Wikingersiedlung nahe Schleswig, wird dort in einem tollen Museum präsentiert. Das gesamte Werden und Vergehen der Handelsmetropole aus dem 9. bis 11. Jahrhundert kann man nachvollziehen und die archäologischen Funde aus der ganzen Welt, die man allesamt in Haithabu ausgegraben hat, legen ein anschauliches Zeugnis von der Bedeutung der  Siedlung für die damalige Zeit ab. Bis nach Bagdad, ins heutige Russland und ins Mittelmeer reichten die Verbindungen. In der nahegelegenen Ortschaft Haddeby lassen wir uns einen Mittagsimbiss schmecken. Das urige Restaurant mit hervorragender Küche heißt passenderweise „Odins“.

Unser erster Ausflugstag in Dänemark führt uns in die Umgebung unseres Ferienhauses und auf die Insel Als (zu deutsch: Alsen). Wir bummeln zunächst ein wenig durch die hübsche Fußgängerzone von Aabenraa und fahren dann entlang der Küste nach Ballebro, von wo aus uns eine Fähre auf die Insel Als. Bei Nordborg fahren wir an den Ostseestrand und der Rückweg führt uns über Augustenborg (mit dem gleichnamigen Schloss) und Sonderborg zurück zum Ferienhaus. Windig ist es geworden.

Also: Ofen an, Kaffee und Tee aufgesetzt. Jetzt kann der Jahreswechsel kommen.

Euer Reisezauberer