Hafengeburtstag Hamburg

Der 828. Hamburger Hafengeburtstag (seit der Gewährung der Zollfreiheit durch Kaiser Friedrich Barbarossa). Eine Riesenparty. Man hat das Gefühl, ganz Hamburg ist auf den Beinen. Da stellt sich sofort die Frage: Welche von den vielen Attraktionen sehen wir uns an? Unsere Gruppe ist da sehr unterschiedlich drauf. Wir entscheiden uns zunächst für ein geruhsames Programm. Wir gehen auf Kanalfahrt.

Die flachen Fahrgastschiffe für die Kanalfahrt fahren an der Binnenalster, am Anleger Jungfernstieg ab. Wir erwischen einen jungen Kapitän, der die Fahrt zu einer sehr charmanten Mischung auf fachkundiger Führung und Seemansgarn macht. Sehr unterhaltsam. Gemächlich schippern wir über Binnen- und Außenalster, vorbei am Hottel „Atlantic“, in dem seit 19 Jahren Udo Lindenberg wohnt. Rechts ab geht es in die Kanäle. Traumhafte Wohnanlagen direkt am Wasser wechseln mit naturnahen Abschnitten, etwas maritimer Wirtschaft und Resten der alten Industrie, für die die Kanäle einmal angelegt wurden.  Über Stadtparksee und Rondeelteich (hier befinden sich die teuersten Wohnlagen der Stadt, noch vor Blankenese) erreichen wir wieder die Außenalster. Kurz vor Fahrtende passieren wir das Hotel „Vier Jahreszeiten“ ein Top-20-Hotel in der Welt. Unser Käpt´n erzählt von der teuersten Flasche Wein, die dort neulich für 56.000 Euro über den Tisch gegangen ist. Bloß nichts verschütten…

Wir schlendern nach der Kanalfahrt Richtung Hafen-City. Hier macht die nagelneue Elbphilharmonie von sich reden. Wir erklimmen die Plaza, also praktisch das Dach des alten Kornspeichers, auf dem der Neubau steht. Der Blick ist grandios. Hier befindet sich außerdem noch die Hotellobby des Luxushotels „The Westin“, eine Bar und der Aufgang zu den Konzertsälen.

Weiter führt uns unser Fußmarsch in die Speicherstadt. Im Übergangsbereich zur neuen Hafen-City essen wir uns im italienischen Bistro „Andronaco“ erstmal satt. Selbstbedingung und mediterrane Köstlichkeiten müssen sich nich ausschließen.

Was kommt jetzt? Fußmarsch natürlich. Die Distanzen sind schon gewaltig hier in Hamburg. Die eigentliche Festmeile bietet touristische Informationen, Stände des Partnerlandes Frankreich, Schieß-, Eis- und Wurstbuden, Crepe-Stände und Getränkeverkäufer wechseln in schneller Folge. Hinter den Landungsbrücken wird es etwas alternativer. Die Bewohner der Hafenstraße präsentieren Musik und Kulinarik viel alternativer und lauter.

Auffällig: Es gibt sehr viel Polizeipräsenz, die aber nicht auffällig agiert.

Der krönende Abschluss des Festsamstags ist immer das große Feuerwerk. Ein riesiges Kreuzfahrtschiff wird vor den Landungsbrücken postiert und spektakulär beleuchtet. Dann folgen 15 Minuten hochklassige Pyrotechnik.

Wir machen uns (zu Fuß übrigens…) auf den Weg zurück zum Einstiegspunkt in unseren Reisebus. Das ist am Millerntorplatz in St. Pauli. Kurz vor 1 Uhr geht es zurück nach hause. Ein anstrenger Tag geht zu Ende.

Euer Reisezauberer