Tagesfahrt zur Meyerwerft

Alles eine Nummer größer. So könnte das Motto der Meyer-Werft lauten, denn allein in die große Dockhalle passt die Papenburger St.-Antonius-Kirche gleich siebenmal hinein.

Aber der Reihe nach: Wir kommen bei der Touristinformation an. An dieser Stelle befand sich bis Anfang der 70er Jahre das Werfgelände. Dann wurde die Durchfahrtbreite der Klapp-Eisenbahnbrücke zu schmal und man zog auf die grüne Wiese. Heute befinden sich hier schicke Wohnungen, Hotels, Gastronomie und der Zeitspeicher, ein interaktives Museum zur Stadt- und Werftgeschichte. Wir treffen hier unsere Gästeführerin.

Unsere nächste Station ist das Besucherzentrum der Geburtsstätte der Kreuzfahrtriesen. Nach zwei informativen Filmen geht es durch die Ausstellung. Modelle der wichtigsten Schiffe, die hier entstanden sind, ein Modell des riesigen Werftgeländes, eine Schiffsschraube in Originalgröße und einige Kabinen, wie sie bei den aktuellen Schiffen verbaut wurden, gewähren einen guten Einblick in den Schiffbau. Und natürlich darf auch der Blick in die beiden Dockhallen nicht fehlen. Hier steht aktuell ein fast fertiger Kreuzfahrer für den asiatischen Markt. Ein weiteres Schiff entsteht gerade, zusammengesetzt aus einzelnen Blöcken. Im werfteigenen Hafen steht bereits eine fertige Sektion.

Nach der Besichtigung fahren wir zurück zum alten Werftgelände. Im Wirtshaus direkt neben dem Zeitspeicher gibt es ein schmackhaftes Büffet, u.a. mit dem berühmten Papenburger Snirtjebraten. Nach dem Essen und ein paar Schritten zur Verdauung wartet noch der letzte Programmpunkt, eine einstündige Stadtrundfahrt durch die ehemalige Fehnkolonie. Alles hat hier mit Wasser und Schiffbau zu tun. Allein fünf Nachbauten historischer Schiffe zieren die vielen Kanäle, die Papenburg zum Venedig des Nordens machen.

Jetzt geht es wieder ab nach hause. Ein langer interessanter Tag geht zu Ende.

Euer Reisezauberer