BUGA Erfurt

Früh morgens um halb sieben geht es los, denn wir haben ein paar Meter vor uns. Am Harzrand entlang geht es gen Thüringen. Dessen Hauptstadt Erfurt ist dieses Jahr Gastgeberin der Bundesgartenschau, kurz BUGA. Erster Stopp ist direkt in der Innenstadt am großen Platz vor dem Dom. Dort sind übrigens gerade die Domstufenfestspiele in vollem Gange und wir bekommen zwischendurch immer wieder durch den Wind gesangliche Kostproben zugetragen.

Nebenan liegt der Petersberg, eine alte Festung, der die Stadt Erfurt aus Anlass der BUGA eine Frischzellenkur verpasst hat. Schön restaurierte Gebäude und ein fantastischer Ausblick auf die Stadt erwarten uns nach einigen Treppenstufen (und bei Bedarf einem gläsernen Aufzug). Noch sehen die Beete aus wie frisch bepflanzt und das sind sie ja auch. Aber das wird sich alles noch „hinruckeln“ und sieht auch jetzt schon prima aus. Das Plateau der Festung lädt zum verweilen ein.

Wer sich einen kurzen Abstecher in die wunderschöne Innenstadt gönnen will, der muss nicht lange laufen. Insbesondere die berühmte Krämerbrücke (Rialto in Venedig kann hier nicht mithalten…) ist in wenigen Minuten erreichbar.

Zurück am Domplatz steigen wir wieder in den Bus. Unser Ziel ist das zweite Gelände der BUGA, Erfurts EGA-Park. Schon von den Buchstaben her wird hier „Gartenausstellung“ signalisiert, aber zur BUGA wurde der Park mächtig aufgehübscht. Bei nett gestalteten Gastro-Bereichen, üppig und dicht bepflanzte Beeten, schönen Wasserspielen und großzügigen Flächen verlieren sich die vielen Besucher, so dass man sogar ein paar ruhige Ecken findet. Wir müssen aber erstmal einen ordentlichen Schauer verdauen, nachdem es aber gleich losgeht mit der Geländeerkundung.

Eine Besonderheit gibt es noch: Danakil! Das Wüstenhaus ist nach einer Wüste in Nord-Ost-Afrika benannt. Man muss einen Einlasstermin buchen, damit es keine Schlangen am Eingang gibt. Die gibt es aber drinnen (eine echte Baumpython z.B.) und dazu noch eine Menge Kakteen, Sukkulenten und was sonst noch mit wenig Wasser auskommt. Im Tropenteil gibt es schöne Schmetterlinge im Freiflug und – mal was ganz anderes – ein Röhrensystem, in dem Blattschneiderameisen ihrer Arbeit nachgehen.

Am Ende eines solchen Tages tun immer ein wenig die Füße weh. Also nichts wie ab in den Bus und nach hause.

Euer Reisezauberer.