Toskana 2019: Tage 6 und 7

Heute heißt es Abschied nehmen von unserem Nachtigallenhof, der Fattoria degli Usignoli. Wir genießen noch einmal das Frühstücksbüffet und den Ausblick ins Tal. Wenig später windet sich unser Dreiachser wieder die schmale Straße Richtung Arno hinab. Wir nehmen eine landschaftlich schöne Nebenstrecke, so dass wir noch etwas von der Toskana mitbekommen.

Erstes Etappenziel des Tages ist Modena. Die Heimat des berühmten Balsamico-Essig lädt mit ihrer historische Innenstadt zum Bummeln ein. Aber mehr als eine Mittagspause ist erstmal nicht drin, denn vor uns liegt noch ein Abstecher zum Gardasee. Italiens größter See und die am Ufer liegende Weinstadt Bardolino enpfangen uns bei herrlichem Sonnenschein. Die Uferpromenade ist voller Menschen. Aber das Treiben ist längst nicht so hektisch wie noch in Florenz. In den Gassen des Ortes gibt es schöne Geschäfte, Cafés und Restaurants. Aber mit Blick auf den See ist es natürlich am schönsten.

Von Bardolino aus geht es zurück auf die Autostrada und über Trient (und unter der Seilbahn nach Sardagna hindurch) fahren wir wieder nach Levico Therme. Und sogar das Spezialitätengeschäft gegenüber dem Hotel hat noch geöffnet. Ein spontaner Kaufrausch ist die Folge. Na ja, die kulinarischen Besonderheiten standen ja irgendwie die gesamte Reise schon im Vordergrund. Auch ein Grund mit der nächsten Toskana-Reise nicht allzu lange zu warten.

Euer Reisezauberer

Toskana 2019: Tage 4 und 5

Einen Toskana-Rundumschlag haben wir ja gestern schon gemacht. Es wird Zeit für die Hauptstadt: Florenz. Wir fahren zunächst von unserem „Hotelberg“ herunter und dann arnoabwärts in die berühmte Wiege der Renaissance, Stadt der Medici und Heimat von rund 380.000 Florentinern.

Wir treffen unsere Stadtführerin am Rand der Innenstadt. Die gebürtige Österreicherin erweist sich als absoluter Glücksfall. Sie schafft es spielend, uns 3 Stunden lang über Florenz zu berichten, Gebäude, Geschichte und das Leben der Florentiner in den lebendigsten Farben zu beschreiben. Wir sehen natürlich die Kathedrale, das Gebäude der Uffizien, die Ponte Vecchio und noch dutzende weitere Baudenkmäler. Wir sehen aber auch, wie eng die Stadt gebaut ist. Die Straßen sind schmal und – natürlich – voller Touristen. Vor allem Kreuzfahrtgäste bemächstigen sich ab dem späten Vormittag der Toskana-Metropole. „Overtourism“ heißt das im Fachjargon. Immerhin landen wir in einem netten Restaurant in einer Seitengasse. Gutes Essen und ein wenig Ruhe beschließen den doch eher hektischen Tag in Florenz.

Am nächsten Tag dann das Kontrastprogramm. Es geht aufs Land. Wir fahren sozusagen von einer Fattoria zur anderen. Unser Ziel ist die Fattoria la Vialla, ein biologisch-dynamisch arbeitendes Landgut. Erst einmal gibt es etwas zu entdecken: Ölmühle, Weinkeller, Kornmühle, Bäckerei. Das alles findet man hier, denn die „Viallini“, wie sich die Betreiber nennen, stellen alle Leckereien selbst her, die man mit der Toskana verbindet. Im Weinkeller gibt es gleich eine Kostprobe, damit es nicht so trocken zugeht. Auch etwas Federweißen aus der gerade laufenden Lese können wir kosten. Vorbei am Hofladen, den wir am Nachmittag auch noch „überfallen“ werden, gehen wir etwas bergauf und erreichen eine lange Tafel mit karrierter Tischdecke.

Es erwartet uns ein 5-Gänge-Menü der Extraklasse. Vorweg fantastische Sektsorten und zu jedem Gagng den passenden Wein, natürlich aus eigener Produktion. Ach so: Die lange Tafel steht unter einem Feigenbaum und der Blick vom namensgebenden Landhaus la Vialla hinunter ins Arnotal ist selbst für toskanische Verhätnisse postkartenträchtig. Ach so. Nicht den Hofladen vergessen und die erworbenen Schätze im Kofferraum unseres Busses verstaut. So geht es zurück auf unseren Nahtigallenhof.

Die Strecke für den Rückweg ist nicht ganz ideal, denn die Ponte a Buriano – das ist die Arno-Brücke, die auf da Vincis Mona Lisa im Hintergrund zu sehen ist – ist leider wegen einer Baustelle für Fahrzeuge oberhalb von 7,5 t gesperrt. Machen wir nächstes Jahr, denn bei den Vialini waren wir sicher nicht zu letzten Mal.

Euer Reisezauberer

Toskana 2019: Tage 1-3

Auf geht es nach Italien, zur Neuauflage unserer Toskana-Reise. Wie immer haben wir auch dieses Mal den Reiseablauf verändert. Auch „Wiederholungstäter“ entdecken so immer wieder etwas neues.

Unser erstes Ziel heißt Levico Therme. Ein niedlicher kleiner Kurort im Trentino mit nett gestalteter Innenstadt. Fußläufig davon befindet sich unser familiengeführtes Hotel für die Zwischenübernachtung.

Am zweiten Tag geht es weiter gen Süden.  Unsere erste Etappe ist Ferrara. Die Stadt der historisch bedeutenden Familie del Este hat eine richtige Wasserburg mitten in der Stadt. Auch sonst ist es ein sehr schöner Ort für einen Zwischenstopp samt Mittagspause. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel, die Fattoria Degli Usignoli (zu Deutsch: Nachtigallenhof). Die Fattoria ist eine wunderschöne, weitläufige Anlage mit Pools und Fernsicht. Hier gibt es leckeres Essen und wir fühlen uns schnell richtig wohl.

Der dritte Tag beschert uns den ersten Toskana-Ausflug. Wir fahren über die Autostrada zunächst nach Cortona. Die Stadt sieht man schon von weitem auf dem Berg liegen. Das deutet auf die etruskische Geschichte hin, denn die Etrusker haben ihre Städte immer auf Hügeln oder Bergen errichtet.

Von Cortona aus kann man bereits den Lago Trasimeno sehen, den drittgrößten See Italiens. An seinem Nordufer liegt Passignano sul Trasimeno. Hier besteigen wir ein Linienboot und setzen über zur Isola Maggiore. Die kleine Insel liegt schon ein wenig im Nachsaison-Dornröschenschlaf. Aber man kann durch die Hauptstraße des kleinen Inselortes schlendern. Ein paar Geschäfte und leckeres Eis gibt es auch.

Den heutigen Abschluss macht ein toskanischer Abend. Im Palazzo Bandino läuft gerade die Weinlese und wir können einen Blick in den Weinkeller werfen, in dem es bereits nach Maische riecht. Derweil wurden die Tische im Gastraum gedeckt und wir essen lecker zu Abend. Natürlich darf auch ein Glas (oder zwei…) des hofeigenen Weines nicht fehlen. Der eine oder andere nimmt auch noch ein paar Flaschen mit. Eine Besonderheit: Der Palazzo Bandino ist ein Agritourismo.  Hier werden nur eigene Produkte verarbeitet. Und weil man ein Spa auf dem Hof hat, war man gezwungen auch eigene Kosmetika herzustellen. Wunderbar duftende Seifen (z.B. mit Rotwein) und Cremes auf Olivenölbasis sind das Ergebnis.

Euer Reisezauberer

Amsterdam im Sommer

Amsterdam ist immer eine Reise wert. Auch wenn es mal kein Festival oder ein ähnlicher Anlass ist. Na ja: Ein bisschen Festival ist in Amsterdam eigentlich immer. Und wer spaß an „Halli Galli“ hat, der kam bei der „Gay Price Parade“ auf seine Kosten. Hunderte bunt gestalteter, voll mit kostümierten Menschen besetzter und mit lauter Musik beschallter Boote befuhren die Prinzengracht und demonstrierten eindrucksvoll für Toleranz.

Wir haben uns für die „normale“ Variante entschieden und gehen erstmal bummeln. Dann gibt es ein schmackhaftes Mittagessen in einer der unglaublich vielen und vielfältigen Gastronomien der niederländischen Hauptstadt. Und zum Abschluss gönnen wir uns noch eine Rundfahrt mit dem Grachtenboot. Vorbei am neuen Konzerthaus geht es in die Herengracht. Hier ist es etwas ruhiger als in der parallelen Prinzengracht und man sieht viel vom klassischen Amsterdam. Das Rundfahrtboot hat an einigen stellen etwas Mühe mit den 90-Grad-Abzweigen aber wir erreichen nach gut einer halben Stunde die Ij, den Fluß, der das Ijsselmeer mit der Nordsee verbindet. Hier liegen die großen Flusskreuzfahrtschiffe und die Ij-Fähren queren den Strom unablässig. Östlich der Innenstadt fahren wir vorbei am NEMO Science Center, das direkt über der Rampe des Ij-Tunnels liegt, erreichen wieder den Grachtengürtel und nähern uns bald dem Ende unserer 1-stündigen Runde.

Zurück zum Abfahrtplatz fahren wir per Tram. Auch das ist mal eine Idee, um auch außerhalb des Zentrums gelegene Attraktionen zu erreichen. Aber das machen wir beim nächsten Mal, denn es war sicher nicht die letzte Fahrt nach Amsterdam.

Euer Reisezauberer

Minikreuzfahrt Nordengland, Tag 2

Gut geschlafen? Also ab zum Frühstück. Bevor der Tag startet gibt es erstmal ein leckeres und reichhaltiges Frühstücksbüffet. Und während wir so vor uns hin dinieren tauchen plötzlich Häuser auf der anderen Schiffsseite auf. Wir sind in die Mündung des Tyne gefahren. Nun ist Newcastle nicht mehr weit. Eine wiederum langwierige Einreiseprozedur später betreten wir britischen Boden.

Unsere Reiseleiterin stößt dazu und wir beginnen eine interessante Rundfahrt durch Newcastle. Dieses alte Zentrum der britischen Kohleindustrie hat sich zum Dienstleistungszentrum gewandelt. Wir erfahren etwas über die Mönche, die die Siedlung vor hunderten von Jahren gegründet haben, etwas über die normannischen Fürsten, die die gesamte Region Northumbria zur burgenreichsten Region Englands gemacht haben und über den Industriellen, Erfinder und Mäzen Lord Armstrong, der überall in der Stadt seine Spuren hinterlassen hat.

Zwischenstopp machen wir am Neuen Konzerthaus „the Sage“ im Stadteil Gateshead auf der anderen Tyne-Seite. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt und vor allem auf ihre Brücken. Ganz besonders ist die Swingbridge, die wiederum auf Lord Armstrong zurückgeht und beim passieren von Schiffen einfach weggedreht wird, erwähnenswert. Den Kontrast bildet die Millennium-Bridge, auch „blinking Eye“genannte, denn es sieht wie ein Blinzeln aus, wenn sie weggeklappt wird.

Die nächste Station ist Heddon-on-the-Wall. Der Name verrät, dass das Dorf am Hadrianswall liegt. Ca. 160 Meter der einstmals 5 Meter hohen römischen Befestigungsmauer sind hier sichtbar und verschaffen einen Eindruck, wie sich die Römer von den aufmüpfigen Schotten im Norden abgrenzen wollten.

Ebenfalls Weltkulturerbe wie der Wall ist die Altstadt von Durham. Hier verbringen wir die Mittagszeit. Nette kleine Gassen, Märkte und Geschäfte machen den Aufenthalt sehr angenehm. Das Ensemble aus Kathedrale und normannischer Burg ist jedoch das eigentliche bauliche Highlight. Der eine oder andere hat sich die riesige Kirche auch von innen angesehen, andere suchten lieber die Konsumtempel auf. 

Nun wird es Zeit Richtung Tyneport aufzubrechen, denn die „King Seaways“ wartet auf uns und wir lassen Check-In-Prozedur Nr. 3 (wieder anders als zuvor) über uns ergehen. Die Fähre hat uns wieder und wir legen bei herrlichem Sonnenuntergang ab Richtung Ijmiuden. 

Euer Reisezauberer

Minikreuzfahrt Nordengland, Tag1

Auf geht es in Richtung Großbritannien. Kurz vor dem erwarteten „Brexit“ fahren wir noch einmal auf die Insel. Minikreuzfahrt heißt in diesem Fall: 2 Nächte auf See und ein schöner Landausflug. Aber der Reihe nach.

Erst einmal fahren wir in die Niederlande. Unser erstes Ziel ist Batavia Stad, ein Outletcenter bei Lelystad direkt am Ijsselmeer. Hier bleiben wir über Mittag und so mache(r) kommt mit prallvollen Einkaufstüten zurück.

Vorbei an Amsterdam geht es weiter zum Fährhafen Ijmuiden. Nach langwierigen Kontrollen geht es an Bord der „King Seaways“, einem 1400-Passagiere-Fährschiff Richtung Newcastle. Auf dem Schiff gibt es alles, was das Herz an Freizeitmöglichkeiten begehrt: Leckeres Essen, Kino, Casino, Livemusik, Kinderspielparadies, Shop und und und. 

So kann jeder aus unserer Gruppe sein Abendprogramm selbst zusammenstellen. Übernachtet wird übrigens in Ein-, Zwei- oder Mehrbettkabinen je nach persönlicher Vorliebe. Also ab ins Bett. Seeluft macht müde.

Euer Reisezauberer

Tagesfahrt nach Amsterdam

So fünf Stunden muss man schon einrechnen, wenn man mit dem Bus Amsterdam erreichen möchte. Aber der Versuch, das an einem Tag hinzubekommen, lohnt sich. Bei bestem Wetter gönnen wir uns einige schöne Stunden in der Hauptstadt der Niederlande.

Die Grachten, der Königspalast, das Anne-Frank-Haus (leider nur mit langer Voranmeldung), China-Town, das Jordaan-Viertel mit seinen Gassen und Geschäften, die neue Oper, das Kaufhaus „De Bijenkorf“ und und und. Die Stadt ist voller Sehenswürdigkeiten, die man längst nicht in einen Tag packen kann.

Eine Fahrt über die Grachten (ca. 1 oder 1,5 Std.) ist unbedingt zu empfehlen. Man gewinnt eine neue Perspektive auf die Stadt und versteht, warum die Amsterdamer so gerne am und auf dem Wasser sind. Hunderte Hausboote, die an den Ufern festgemacht sind, legen davon Zeugnis ab. Ebenfalls mit dem Thema Wasser kann man den Blumenmarkt in Verbindung bringen. Er ist schwimmend ausgeführt und die Stände ragen ein Stück in die Singel-Gracht hinein.

Eine weitere Besonderheit sind die vielen Fahrräden, die „Fietsen“. An mehrspurige Radwege, Fahrradparkhäuser (teilweise auch schwimmend in den Grachten) und das ständige Klingeln der bevorrechtigten Radfahrer muss man sich erstmal gewöhnen. Dafür gibt es Bereiche nahezu ohne Autoverkehr und da ist selbst eine quirlige Stadt wie Amsterdam beschaulich und ruhig.

Abschließend gönnen wir uns noch eine Fahrt über die IJ, den Flussarm, der Amsterdam von seinen nordöstlichen Stadtteilen trennt und der den Hafenaufnimmt. Hier verkehren Fähren für Radfahrer und Fußgänger im Abstand von wenigen Minuten. Alle sind voll besetzt und die Überfahrt ist gratis. Von gegenüber gibt es wieder eine neue Perspektive. Man kann auf die Aussichtsplattform Shell-Tower klettern oder sich einfach in den Garten des Restaurants am Anleger setzen und dem Treiben auf dem Wasser zuschauen.

Fazit: Wir kommen wieder.

Euer Reisezauberer

Stippvisite Belgien

Bei all den adventlichen Eindrücken zum Jahreswechsel vergisst man manchmal, dass Städte am Abend mit ihrer Beleuchtung und dem abendlichen Leben auch sehr schön sein können, wenn mal nicht alles weihnachtlich geschmückt ist. Brüssel zum Beispiel.

Die Stadt der Weltausstellung 1958 mit deren Wahrzeichen, dem Atomium, ist weltoffen. Eben europäisch, was sich durch die Anwesenheit vieler EU-Behörden aber nur zum Teil erklärt. Ein bisschen Multikulti liegt hier in der Luft.

Das Atomium selbst sieht im Dunkeln schick aus. Es wirkt futuristisch, denn bei Nacht sieht man ihm seine 60 Lenze nicht an. Die Gegend rund um das Messegelände ist aber sonst nicht weiter sehenswert. Wir fahren lieber in die Stadt. PKW-Fahrern sei übrigens gesagt: Nur wer Einbahnstraßen und Enge Gassen liebt, fährt freiwillig durch Brüssels City.
Wir steuern den „Grote Markt“ an, ein einmaliges Ensemble repräsentativer, teilweise barocker Bauten. Mit Recht wird er oft als schönster Marktplatz Europas bezeichnet. Hier bekommt man an jeder zweiten Ecke leckere belgische Schokolade und es finden sich auch zu später Stunde noch Möglichkeiten zum Shoppen.
Ein paar Gassen weiter steht „Manneken Pis“, eine der berühmtesten Statuen der Welt. Nur erwarten Sie bitte kein großes Denkmal. Der kleine Kerl kommt eher unscheinbar daher.

Die zweite Stadt unserer Stippvisite ist Gent (nun wieder bei Tageslicht). Gent nennt sich selbst „stolze Stadt“. Geschäftiges Treiben in den Straßen prägt auch hier das Stadtbild. Die Bauten (es gibt fast 10.000 registrierte kulturhistorisch wertvolle Gebäude) sind schön zurechtgemacht und man erkennt viel historisches. Besonders schön ist es im Bereich um den alten innerstädtischen Hafen, dessen Wasserfläche heute die Grachten Graslei und Korenlei bilden.

Das war es schon wieder, denn eine Stippvisite geht nunmal schnell zu Ende.

Euer Reisezauberer

Amsterdam Light Festival, Tag 2

Der heutige Tag beginnt ländlich. Unweit der Stadtgrenze von Amsterdam liegt im Vorort Amstelveen, direkt am namensgebenden Flüsschen Amstel, der Rembrandt-Hof. In diesem Familienbetrieb wird die Milch der gut 40 Kühe zu klassischem Bauern-Käse verarbeitet. In einem kurzen Vortrag wird uns die Herstellung erklärt.

Im Nebenraum erfahren wir etwas über die traditionellen Schuhe der Niederländer, die „Klompen“. Diese Schuhe werden aus frischem Pappelholz gefertigt. Hier sind es 70 Jahre alte Maschinen, auf denen bis heute die Holzscheite zu Schuhen gefräst werden. Die einfachsten sind für den Garten, lackiert und mit den für Amsterdam typischen drei Kreuzen versehen sind für die Arbeit, die bunt lackierten für den Sonntag und die geschnitzten für die Hochzeit.

Nach eigenem Bekunden wird der Hof samt Käse- und Schuhfertigung von einem kleinen Bauern mit großem Mundwerk bewirtschaftet. Und so werden wir charmant durch die Produktion geführt. Im angrenzenden Hofladen gibt es den Käse, die Holzschuhe und allerlei hollandtypisches Kunsthandwerk zu kaufen. Davon machen wir reichlich Gebrauch und fahren am Anschluss wieder in die City. Zeit für ein Mittagessen oder zum Bummeln in den Zahllosen Geschäften Amsterdams.

Wir fahren zu zwei verschiedenen Zeiten zurück ins Hotel und haben so die Möglichkeit, direkt nach dem Shoppen oder erst nach dem Abendessen zurückzukommen. Getümmel gab es in jedem Fall reichlich, denn der Samstag war nicht nur für unsere Reisegruppe der Tag der Wahl. Es war jedenfalls ein schöner Tag.

Euer Reisezauberer

Amsterdam Light Festival, Tag 1

Fahrten nach Holland sind nicht so weit wie man meint aber immer schön. Dieses Mal geht es in die Hauptstadt Amsterdam. Anlass ist das seit 2011 jährlich stattfindende Light Festival. Künstler aus dem In- und Ausland gestalten jährlich aufs neue tolle Lichtkunstwerke.

Am besten erlebt man das Light Festival von der Wasserseite, also mit einer Grachtenfahrt. Unser Skipper fährt uns geruhsam über die Kanäle. Wir erfahren viel über die Stadt und ihre Geschichte und die Lichtkunstwerke erleben wir gleich mit. Über Prinzen- und Kaisersgracht, vorbei an Hausbooten, wunderschönen historischen Häusern und berühmten Sehenswürdigkeiten geht es durch die Stadt. Teilweise sind die Grachten so voll von Rundfahrtbooten, dass es einen Stau gibt.

Nach knapp 1 1/2 Stunden legen wir wieder an, verabschieden uns mit Applaus von unserem Bootsführer und gönnen uns noch fast zwei Stunden zur freien Verfügung. Alle schwärmen aus und jeder sucht sich eine passende Gastronomie für´s  Abendessen. Die erleuchtete und belebte Stadt mit ihrer Multikulti-Gesellschaft bietet dafür unendliche Möglichkeiten.

Danach fahren wir zurück zum Hotel nahe des internationalen Flughafens Schiphol. Es war ein schöner Abend. Mal sehen, was der morgige Tag bringt.

Euer Reosezauberer