Kranichtour zum Uchter Moor

Kraniche sind quasi ein „Naturprodukt“. Man kann also nie genau sagen, ob man bei einer Kranichtour auch wirklich einige der majestätischen Vögel zu sehen bekommt. Wir starten trotzdem und machen einen ersten Zwischenstopp in Hille. Landgasthof Tinas Stube empfängt uns mit einem schmackhaften Wildschweinessen.

Von dort aus geht es weiter nach Essern, Ausgangspunkt der Uchter Moorbahn. Sie schaukelt uns (bitte wörtlich nehmen) ca. 3 1/2 Stunden durch das Uchter Moor. Wir bekommen aus berufenem Munde den Aufbau von Hochmooren und vor allem – brandaktuell – die Funktion für das Weltklima erklärt. Hochmoore sind nämlich tolle CO²-Speicher. Umso unverständlicher, dass die Genehmigung zum planmäßigen Raubbau an diesem wichtigen Ökosystem gerade wieder um Jahrzehnte verlängern wurden. Wer sich interessiert: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Klimakiller-Streit-um-den-Torfabbau-in-Niedersachsen,torf208.html

Wir bekommen immerhin ein paat wiedervernässte Flächen zu sehen, auf denen sich das Torfmoos und andere landschaftstypische Pflanzen wieder angesiedelt haben. Und genau hier kommen Sie heute angeflogen: Hunderte Kraniche auf dem Weg zu ihren Sammelplätzen. Sie haben auf den abgeernteten Äckern der Umgebung ordentlich gefuttert und fliegen abends in die Feuchgebiete. Damit das geordnet abläuft – Kraniche sind sehr gruppenbewusst – sammelt man sich hier und wir dürfen zuschauen. Toll.

Langsam wird es kalt und so sind wir froh, dass wir den Ausgangsbahnhof der Moorbahn wieder erreichen und ein gut geheizter Bus auf uns wartet.

Euer Reisezauberer

Mode, Bickbeern und „Meer“

Hurra, wir dürfen wieder reisen (und sogar Gäste mitnehmen)! Zum Auftakt nach der Corona-Krise haben wir uns zunächst nach Porta Westfalica begeben. Dort stand intensives Shopping auf dem Programm. Der Adler Modemarkt war das Ziel der meisten aber alle anderen wurden im riesigen Einkaufszentrum „Porta Markt“ ebenfalls fündig.

Zweite Station des Tages war der ca. 50 Km entfernte Bickbeernhof in Brokeloh. Dort gibt es ein tolles Café, in dem nahezu jede Speise im Zeichen der Blaubeere steht. Eis, Waffeln, Pfannkuchen, Torte kann man sich ja sowieso gut vorstellen. Aber kennen Sie Bickbeersalami oder Matjesfilet mit Bickbeersoße? Sehr spannend! Im Shop des Hofes lassen sich die schmackhaften Früchte aber auch Marmeladen, Liköre und sogar ganze Bickbeerbüsche erwerben. Übrigens: Auch Selbstpflücker kommen hier auf ihre Kosten.

Zur Verdauung sind wir nach Steinhude weitergefahren. Am gleichnamigen Meer war es gut besucht, denn auf die Idee das schöne Wetter zu nutzen sind viele andere auch gekommen. Das sollte uns aber nicht stören und so wurden die Promenade, das Scheunenviertel und die vielfältige Gastronomie unsicher gemacht.

Ein schöner Tag und soooo wichtig nach wochenlangem Stillstand.

Euer Reisezauberer

Weihnachtsmarkt Braunschweig

Ich bin dieser Tage gefragt worden, welches der schönste der 2019 besuchten Advents- und Weihnachtsmärkte war. Meine Wahl fiel auf Braunschweig.

Das liegt zum einen am Ambiente. Das Gebäudeensemble aus Rathaus, Dom St. Blasii und Burg Dankwarderode, deren Urspünge auf Heinrich den Löwen zurückgehen ist für den Weihnachtsmarkt wie geschaffen. In der Mitte thront übrigens der Braunschweig Burglöwe, eine bronzene Statue aus dem 12. Jahrhundert, die besagter Heinrich als Symbol seiner Macht aufstellen ließ.

Zum zweiten sind es die Weihnachtsmarktstände, die einen Unterschied zum in vielen Städten anzutreffenden Einerlei darstellen. Hier gibt es noch handgerührte gebrannte Mandeln, eine Feuerzangenbowle mit stündlich zelebrierter Zeremonie und viele regionale Spezereien.

Zum Dritten wird die Szenerie abends zauberhaft beleuchtet und die Stadt heißt ihre Busreisegäste wirklich willkommen. Einen für den übrigen Verkehr gesperrten weihnachtsmarktnahen Ein- und Ausstiegspunkt für die Gäste, Verzehrgutscheine für den Fahrer samt kostenlosem Parkplatz und einen Ansprechpartner bei der Ankunft. Das ist Spitze!

In diesem Sinne freue ich mich über die in diesem Jahr besuchten Weihnachtsmärkte und freue mich bereits auf den nächsten Advent. Braunschweig ist bestimmt wieder dabei…

Euer Reisezauberer

Tagesfahrt Harz mit tollem Programm

Gleich zu Beginn sei gesagt: Viel Zeit zum Luftholen gibt es an so einem Tag nicht! Nach der Anfahrt ins schöne Bad Harzburg geht es am Burgberg-Center gleich ab auf den Baumwipfelpfad. Das „Kalte Tal“ auf der Grenze zum Nationalpark Harz bietet im Gegensatz zu vielen derzeit als gefährdet eingestuften Monokulturen noch eine große Vielfalt an Gewächsen. Diese, ihr Umfeld, ihre Bewohner usw. werden durch den Pfad und vor allem bei einer kompetenten Führung sichtbar. Besonders schön: Je weiter man den ca. 1 Km langen, komplett barrierefreien Pfad in bis zu 26 Meter Höhe entlangwandert, umso ruhiger wird es. Schön, so ganz ohne Straßenlärm…

Weiter geht es zum sagenumwobenen Hexentanzplatz bei Thale. Der Blick ins Bodetal, auf die Felsen und auf die genauso berühmte Rosstrappe gegenüber ist atemberaubend. Direkt an der Kante steht das Berghotel, in dem wir ein schmackhaftes Mittagsmahl einnehmen. Noch ein paar Fotos mit Hexen aus Holz und Bronze oder mit dem verhexten = auf der Dachspitze stehenden Haus und der Bus ruft zur Weiterfahrt.

Das beschauliche Wendefurth ist das nächste Ziel. Auf der gleichnahmigen Talsperre – die letzte im ostharzer Talsperrensystem – erwartet uns ein Floß. Bei stimmungsvoller Musik aus der Quetschkommode gibt es Kaffee und Kuchen. Der Käpt´n erzählt derweil etwas über den Stausee, das Pumpspeicherkraftwerk und vor allem über die Staumauer der Rappbodetalsperre. Der Wendefurther Stausee liebt nämlich genau am Fuß des 100 Meter hohen Damms. Oben sehen wir außerdem die 500 Meter lange Stahlseilhängebrücke, über die ameisenkleine Menschen wandern. Ab und zu werden wir von bis zu 90 Km/h schnellen Wagemutigen überholt, die sich am Drahseil in die Tiefe stürzen. Bei uns unten ist es dagegen richtig geruhsam. Die Floßfahrt endet übrigens mit einer echten Überraschung. Aber die sei hier nicht verraten.

Wir fahren erstmal wieder nach hause. Gut gesättigt aber auch ein bisschen platt vom prall gefüllten Tag.

Euer Reisezauberer

Amsterdam im Sommer

Amsterdam ist immer eine Reise wert. Auch wenn es mal kein Festival oder ein ähnlicher Anlass ist. Na ja: Ein bisschen Festival ist in Amsterdam eigentlich immer. Und wer spaß an „Halli Galli“ hat, der kam bei der „Gay Price Parade“ auf seine Kosten. Hunderte bunt gestalteter, voll mit kostümierten Menschen besetzter und mit lauter Musik beschallter Boote befuhren die Prinzengracht und demonstrierten eindrucksvoll für Toleranz.

Wir haben uns für die „normale“ Variante entschieden und gehen erstmal bummeln. Dann gibt es ein schmackhaftes Mittagessen in einer der unglaublich vielen und vielfältigen Gastronomien der niederländischen Hauptstadt. Und zum Abschluss gönnen wir uns noch eine Rundfahrt mit dem Grachtenboot. Vorbei am neuen Konzerthaus geht es in die Herengracht. Hier ist es etwas ruhiger als in der parallelen Prinzengracht und man sieht viel vom klassischen Amsterdam. Das Rundfahrtboot hat an einigen stellen etwas Mühe mit den 90-Grad-Abzweigen aber wir erreichen nach gut einer halben Stunde die Ij, den Fluß, der das Ijsselmeer mit der Nordsee verbindet. Hier liegen die großen Flusskreuzfahrtschiffe und die Ij-Fähren queren den Strom unablässig. Östlich der Innenstadt fahren wir vorbei am NEMO Science Center, das direkt über der Rampe des Ij-Tunnels liegt, erreichen wieder den Grachtengürtel und nähern uns bald dem Ende unserer 1-stündigen Runde.

Zurück zum Abfahrtplatz fahren wir per Tram. Auch das ist mal eine Idee, um auch außerhalb des Zentrums gelegene Attraktionen zu erreichen. Aber das machen wir beim nächsten Mal, denn es war sicher nicht die letzte Fahrt nach Amsterdam.

Euer Reisezauberer

Tag der Bundeswehr Faßberg

70 Jahre Luftbrücke nach Berlin. Dieses Jubiläum war das zentrale Thema des diesjährigen Tages der Bundeswehr in Faßberg. Mehrere 10000 Besucher waren dort, um Flugzeuge, andere Militärtechnik, Flugvorführungen und das Rahmenprogramm zu erleben.

Besonderes Highlight waren die original „Rosinenbomber“ und ihre Schwestermaschinen vom Typ DC3 und DC4, die seinerzeit die Hauptlast der Luftbrücke getragen haben. Einige davon konnten auf dem Gelände bestaunt werden und einen historischen Vogel konnte man live in der Luft bewundern. Übrigens liefen auch ein paar amerikanische Luftbrückenveteranen über das Gelände und ließen sich fotografieren.

Aber aus dem angekündigten Massenstart der historischen Flieger wurde nichts. Das deutsche Genehmigungswesen verhinderte erfolgreich eine Landung auf dem historischen Flughafen Berlin-Tempelhof. Die Flugzeuge aus der ganzen Welt blieben am Boden. Chance vertan. Vielleicht die letzte. Superschade.

Also machten sich die vielen Besucher schlagartig auf den Heimweg und es gab reichlich Chaos im Abfahrtbereich, wo man auf eine feste Busgruppe scheinbar nicht vorbereitet war.

Trotzdem war es schöner Tag, zumal das Wetter mehrfach mit Gewitter drohte aber dann doch trocken blieb.

Euer Reisezauberer

Elbekreuzfahrt zu den Glückstädter Matjestagen

Ein langer Tag liegt vor uns aber es wird ein schöner. Das Wetter passt schonmal als wir uns auf den Weg nach Hamburg machen. Unser erstes Ziel sind die St. Pauli Landungsbrücken. Hier wartet die Viktoria, das Fahrgastschiff, das uns heute elbabwärts nach Glückstadt bringen wird.

Im Bauch des Schiffes steht ein Frühstücksbüfett bereit, um uns die ca. 3,5 Std. Fahrzeit zu versüßen. Aber die Fahrt selber ist auch sehr schön. Vorbei am Hamburger Nobelstadtteil Blankenese, an der Schiffsbegrüßungsanlage Willkommhöft in Schulau, an den Airbuswerken und den vielen kleinen Häfen, Stegen, Sielen, Klappbrücken usw.

Angekommen im Hafen von Glückstadt mit seinem maritimen Ambiente und den vielen Booten und Schiffen müssen wir einige Meter ins Stadtzentrum zurücklegen. Der Weg führt uns an vielen schönen Häusern vorbei und die Rosen vor den Eingängen erinnern uns an Dänemark. Nicht zu unrecht, denn die Dänen haben in der Stadtgeschicht ine große Rolle gespielt. Der Glückstädter Marktplatz ist ein ideales Ambiente für die Matjestage. Direkt im Zentrum gelegen und von historischen Gebäuden umsäumt lässt es sich hier bei Volksfestathmosphäre und Livemusik gut aushalten.

Natürlich kommt auch der namensgebende Matjeshering nicht zu kurz. Viele Fischbuden und auch die umliegenden Restaurants bereiten ihn schmackhaft zu.

Mit vollem Bauch und vielen Eindrücken geht es zurück nach hause.

Euer Reisezauberer

Tagesfahrt ins GOP Bad Oeynhausen

„Sông Trᾰng“ – Ein ungewöhnlicher Name für eine Show. „Sông Trᾰng“, sinngemäß „wenn der Mond sich im Fluss spiegelt“, ist vietnamesich. Ungewöhnlich ist auch die Show, denn es ist eine homogene Mannschaft, die uns heute verzaubert hat, in diesem Fall die der Vietnam Circus Federation. 13 toll ausgebildete, sympathische junge Menschen aus dem Land am Mekong zeigen Akrobatik vom Feinsten. Und das Besondere: Nicht High Tech sondern Teamwork bestimmt das Bild. Die Artisten sichern sich gegenseitig, die Bühnendekoration ist spartanisch, die Geräte sind einfach. Bambusstäbe und -leitern bestimmen das Bild. Nur die Licht- und Soundtechnik ist modern und verbereitet eine wunderbar natürliche Stimmung.

Wir werden in die Athmosphäre der Vietnameschen Natur und des dörflichen Lebens hineingezogen. Und immer wieder glaubt man den fahlen Schein des Mondlichtes zu sehen. Sogar Gewitterblitze nehmen wir wahr.

Wir bekommen eine außergewöhnlich schöne Varietéshow zu sehen. Hebefiguren, Akrobatik am Trapez, am Seil, am Ring und an den Bändern. Fast spielerisch und mit einer Prise Humor dargebracht. Hut ab.

Was bleibt? Man braucht keine megaaufwändigen Bühnenbilder oder umfangreiche Technik. Spaß, Können, Bescheidenheit und gegenseitige Unterstützung im Team sind wichtig. In der Show und im Leben. Und so kann man aus einem schönen Tag sogar noch etwas für die Entwicklung unserer Gesellschaft mitnehmen. Es täte uns jedenfalls allen gut, wenn wir das Wesentliche etwas mehr in den Vordergrund stellen würden.

Euer Reisezauberer

Tagesfahrt nach Amsterdam

So fünf Stunden muss man schon einrechnen, wenn man mit dem Bus Amsterdam erreichen möchte. Aber der Versuch, das an einem Tag hinzubekommen, lohnt sich. Bei bestem Wetter gönnen wir uns einige schöne Stunden in der Hauptstadt der Niederlande.

Die Grachten, der Königspalast, das Anne-Frank-Haus (leider nur mit langer Voranmeldung), China-Town, das Jordaan-Viertel mit seinen Gassen und Geschäften, die neue Oper, das Kaufhaus „De Bijenkorf“ und und und. Die Stadt ist voller Sehenswürdigkeiten, die man längst nicht in einen Tag packen kann.

Eine Fahrt über die Grachten (ca. 1 oder 1,5 Std.) ist unbedingt zu empfehlen. Man gewinnt eine neue Perspektive auf die Stadt und versteht, warum die Amsterdamer so gerne am und auf dem Wasser sind. Hunderte Hausboote, die an den Ufern festgemacht sind, legen davon Zeugnis ab. Ebenfalls mit dem Thema Wasser kann man den Blumenmarkt in Verbindung bringen. Er ist schwimmend ausgeführt und die Stände ragen ein Stück in die Singel-Gracht hinein.

Eine weitere Besonderheit sind die vielen Fahrräden, die „Fietsen“. An mehrspurige Radwege, Fahrradparkhäuser (teilweise auch schwimmend in den Grachten) und das ständige Klingeln der bevorrechtigten Radfahrer muss man sich erstmal gewöhnen. Dafür gibt es Bereiche nahezu ohne Autoverkehr und da ist selbst eine quirlige Stadt wie Amsterdam beschaulich und ruhig.

Abschließend gönnen wir uns noch eine Fahrt über die IJ, den Flussarm, der Amsterdam von seinen nordöstlichen Stadtteilen trennt und der den Hafenaufnimmt. Hier verkehren Fähren für Radfahrer und Fußgänger im Abstand von wenigen Minuten. Alle sind voll besetzt und die Überfahrt ist gratis. Von gegenüber gibt es wieder eine neue Perspektive. Man kann auf die Aussichtsplattform Shell-Tower klettern oder sich einfach in den Garten des Restaurants am Anleger setzen und dem Treiben auf dem Wasser zuschauen.

Fazit: Wir kommen wieder.

Euer Reisezauberer

Messe Nadel und Faden in Osnabrück

Alljährlich lädt die Osnabrück-Halle zur Handarbeitsmesse „Nadel und Faden“. Alles, was man sich aus Garn und Stoff vorstellen kann, gibt es zu bestaunen (und auch zu kaufen): Stoffe, Garne, Wolle, Bekleidung, Deko, Teppiche und das passende Werkzeug zum Nähen, Stricken, Sticken, Häkeln etc. etc.

Die Messe ist eine feste Größe im Kalender vieler interessierter Gäste und Hobby-Handarbeiter(innen). Wer nach dem anstrengenden Messetag noch Lust hat ein wenig zu bummeln, der kann sich die Stadt Osnabrück ansehen. Eine große Fußgängerzone, viel Gastronomie und noch viele inhabergeführte Geschäfte laden ein und an mancher Stelle gibt es sogar einen Messerabatt anlässlich der „Nadel und Faden“.

Natürlich bietet eine der Städte des Westfälischen Friedens auch historisch und kulturell so einiges. Z.B. bereitete man sich an unserem Reisetag beim historischen Rathaus auf den „Tag der Kulturen“ vor, der am Abend begann. Viele Musikgruppen und Stände unterschiedlicher Nationalitäten Und ein paar versteckte Ecken und Grünanlagen (wie auf dem Foto) gibt es auch.

Fazit: Wir kommen wieder!

Euer Reisezauberer