Mode, Bickbeern und „Meer“

Hurra, wir dürfen wieder reisen (und sogar Gäste mitnehmen)! Zum Auftakt nach der Corona-Krise haben wir uns zunächst nach Porta Westfalica begeben. Dort stand intensives Shopping auf dem Programm. Der Adler Modemarkt war das Ziel der meisten aber alle anderen wurden im riesigen Einkaufszentrum „Porta Markt“ ebenfalls fündig.

Zweite Station des Tages war der ca. 50 Km entfernte Bickbeernhof in Brokeloh. Dort gibt es ein tolles Café, in dem nahezu jede Speise im Zeichen der Blaubeere steht. Eis, Waffeln, Pfannkuchen, Torte kann man sich ja sowieso gut vorstellen. Aber kennen Sie Bickbeersalami oder Matjesfilet mit Bickbeersoße? Sehr spannend! Im Shop des Hofes lassen sich die schmackhaften Früchte aber auch Marmeladen, Liköre und sogar ganze Bickbeerbüsche erwerben. Übrigens: Auch Selbstpflücker kommen hier auf ihre Kosten.

Zur Verdauung sind wir nach Steinhude weitergefahren. Am gleichnamigen Meer war es gut besucht, denn auf die Idee das schöne Wetter zu nutzen sind viele andere auch gekommen. Das sollte uns aber nicht stören und so wurden die Promenade, das Scheunenviertel und die vielfältige Gastronomie unsicher gemacht.

Ein schöner Tag und soooo wichtig nach wochenlangem Stillstand.

Euer Reisezauberer

Weihnachtsmarkt Braunschweig

Ich bin dieser Tage gefragt worden, welches der schönste der 2019 besuchten Advents- und Weihnachtsmärkte war. Meine Wahl fiel auf Braunschweig.

Das liegt zum einen am Ambiente. Das Gebäudeensemble aus Rathaus, Dom St. Blasii und Burg Dankwarderode, deren Urspünge auf Heinrich den Löwen zurückgehen ist für den Weihnachtsmarkt wie geschaffen. In der Mitte thront übrigens der Braunschweig Burglöwe, eine bronzene Statue aus dem 12. Jahrhundert, die besagter Heinrich als Symbol seiner Macht aufstellen ließ.

Zum zweiten sind es die Weihnachtsmarktstände, die einen Unterschied zum in vielen Städten anzutreffenden Einerlei darstellen. Hier gibt es noch handgerührte gebrannte Mandeln, eine Feuerzangenbowle mit stündlich zelebrierter Zeremonie und viele regionale Spezereien.

Zum Dritten wird die Szenerie abends zauberhaft beleuchtet und die Stadt heißt ihre Busreisegäste wirklich willkommen. Einen für den übrigen Verkehr gesperrten weihnachtsmarktnahen Ein- und Ausstiegspunkt für die Gäste, Verzehrgutscheine für den Fahrer samt kostenlosem Parkplatz und einen Ansprechpartner bei der Ankunft. Das ist Spitze!

In diesem Sinne freue ich mich über die in diesem Jahr besuchten Weihnachtsmärkte und freue mich bereits auf den nächsten Advent. Braunschweig ist bestimmt wieder dabei…

Euer Reisezauberer

Kranichrast an Ostsee und Bodden, Tag 3

Der letzte Tag bricht an und nach einem tollen Frühstück fahren wir einige Kilometer in das Freilichtmuseum Klockenhagen. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Aus 18 Dörfern Mecklenburg-Vorpommerns hat man hier die alten Fachwerk- und Backsteingebäude zusammen getragen und aufgebaut. Einige standen hier bereits und dem Museum ist der letzte lebende Einwohner noch sehr bekannt. Er bekam die Möglichkeit mit einem Historiker die Pläne für dieses Museumsdorf zu verwirklichen.

Unsere Gäste fühlen sich in Ihre Kindheit zurückversetzt und mit dem Geruch aus der Bäckerei sowieso. Neben der Bäckerei, dem Kräutergarten, einem Dorfladen, einem Wolllädchen und einer Korbflechterei gibt es noch viel mehr zu sehen. Den frischen Kuchen aus der Bäckerei nehmen wir uns gleich als Wegzehrung mit. Dann fahren wir los, denn auch unsere Heimat wartet schon auf uns.

Die vielen Kilometer die vor uns liegen unterbrechen wir in Ludwigslust mit einer Mittagspause und fahren über die alten Kopfsteinpflasterstraßen direkt vor das Schloss. Was für eine niedliche verschlafene kleine Stadt. Es bleibt noch etwas Zeit um einen Blick in das Schloss zu werfen oder im prunkvollen Saal die Gastronomie des Schlosses zu genießen. Hier fühlt man sich doch gleich wie eine Prinzessin.

Und dann geht die Fahrt weiter in unsere Regionen. Für mich war es wieder eine spannende Reise, bei der ich viele neue Eindrücke und Informationen über Land, Leute und Tierwelt erhalten habe. Und meinen Gästen sehe ich da, dass es Ihnen ebenso geht. Na dann bis zum nächsten Mal.

Eure Reisezauberin

Kranichrast an Ostsee und Bodden, Tag 2

Ich werde früh wach und denke darüber nach, was der Tag bringen mag. Heute werden wir die riesigen Kraniche hoffentlich zu Hunderten sehen und erleben. Meine Neugierde gilt aber erst einmal dem Ort in dem ich übernachtet habe. Und so mache ich mich auf zur Seebrücke, es sind nur wenige Minuten vom Hotel.

Die Nacht ist noch nicht ganz vorbei und der Tag beginnt langsam. Als ich die Seebrücke erreicht habe ist es bereits so hell, dass man alles sehen kann. Eine frische Seeluftbrise umgibt mich, herrlich duftet es nach Meer. Möwen krächzen, Wellen schlagen seicht gegen die Seebrückenplanken. Es entspannt mich und gibt ein gutes Gefühl. Rasch nehme ich noch etwas Sand in einer Tüte mit, um Zuhause ein Bild mit dem Schriftzug „Graal-Müritz“ schießen zu können.

Am Ende der Seebrücke mit Beginn des Strandes lerne ich einen Einheimischen und seinen jungen Hund kennen. Wir reden über Hunde und ihre Erziehung und die gute Luft hier vor Ort. Er erzählt mir von einem Jungen der Herzkrank ist und hier mit seiner Mutter viel Zeit bei einer Kur verbracht hat. Am Ende der Kur war er medikamentenfrei und so haben die Eltern entschieden dauerhaft hier her ans Meer zu ziehen. Sie haben ihr Leben zum Wohle ihres Kindes an die Ostseeküste verlegt. Was für eine schöne Geschichte. Ich mache mich auf den Weg zum Hotel, habe ja noch nicht gefrühstückt. Eine Tasse Kaffee,  knackige Brötchen und meine lieben Gäste empfangen mich im Hotel.

Wir brechen auf zum Kranich-Informationszentrum des Nabu in Groß Mohrdorf. Die vielen Informationen unseres Gästeführers eingebunden in lustige Geschichten gefallen allen sehr. Wir sehen einen tollen Film über Kraniche und diskutieren mit ihm über das Kranichdasein, die Flugrouten, die Ernährung usw.

Fakten:

  • jährliche Kranichmenge in den Vorjahren 50.000 – 70.000, 2019 waren es aufgrund des frühen Wintereinbruchs in Skandinavien 86.000.
  • Kraniche erreichen eine Flughöhe von 300-1500 m und Geschwindigkeiten von 50-100 km/h.
  • Die Körpergröße beträgt zwischen 1,00 m bis 1,30 m.
  • Kraniche brüten 30 Tage. Die Jungen sind Nestflüchter und verlassen schon nach wenigen Stunden das Nest.
  • Kraniche ernähren sich hauptsächlich von Insekten, was aufgrund der menschlich geschaffenen Monokulturen immer schwieriger wird, denn die Insekten verschwinden.
  • Auch die Trockenheit macht den Tieren zu schaffen, Frösche und Schnecken gibt es zu wenige.
  • Die Kraniche werden mit Weizen und Mais gefüttert, damit sie die umliegenden Felder nicht plündern.
  • Die Brutbestände sind gefährdet. In 100 Jahren soll es laut Forschern keine Kraniche mehr geben.

Und dann folgen Tatsachen. Wir fahren vom Infozentrum zum Kranorama, einem Aussichtsturm um Kraniche zu beobachten. Es sind leider nur wenige auf den Wiesen zu sehen. Unser Kranich-Rancher ist sehr fachkundig und schießt für jeden von uns noch ein Handybild mit Hilfe seines Fernrohres. Er gibt uns noch einen Tipp mit auf den Weg, das Kraniche gern die frisch gemähten Maisfelder besuchen. Er behält Recht, denn auf dem Weg nach Zingst sehen wir hunderte von Kranichen auf den Feldern. Das gibt gutes Fotomaterial.

Zingst ist für uns eine Zwischenstation um noch einmal einen Blick auf das Meer zu werfen. Einige von uns haben sich in der Tauchgondel angemeldet, einer geschlossenen Gondel für 30 Personen, die 4 m tief im Meer versenkt wird. Durch die Glasscheiben lässt sich der Meeresboden beobachten. Auch hier lernen die Gäste wieder sehr viel.

Der Sommer 2019 brachte große Feuerquallen hervor. Durch den milden Winter des Vorjahres haben Sie überlebt und fanden sehr viel Nahrung, deshalb wachsen sie entsprechend. Es gab in Zingst 2019 ca. 90 Badeunfälle durch Feuerquallen. Auch hier der Tipp des Experten der Tauchgondel: nur Salzwasser und Sand zum Abspülen verwenden. Süßwasser lässt die Haut aufplatzen. Eine Feuerqualle kann mit Tentakeln die Größe eines Wales erreichen, mehr als 35 m schaffen diese Tiere.

Wir nähern uns dem Abend und damit der Kranichbeobachtung auf dem Wasser. Unser Weg führt uns weiter nach Prerow in den Hafen. Hier liegt unser Mississippi-Raddampfer, mit dem wir die abendliche Boddenrundfahrt angehen. Das leckere Abendessen vorab und dann können wir uns dem Spektakel in der Luft widmen. Tausende von Kranichen kommen abends hierher. Sie sind auf den kleinen Inseln im Bodden bestens gegen Feinde wie Waschbären und Marder geschützt. Was für ein Anblick.

Die Rückfahrt zum Hotel erfolgt in der Dunkelheit, aber mit bestgelaunten Gästen.

Eure Reisezauberin

Kranichrast an Ostsee und Bodden, Tag 1

Früh am Tag machen wir uns heute auf den Weg um ein wunderbares Naturschauspiel live zu erleben und um die Natur verstehen zu lernen. Bei der Anreise sammeln wir viele nette Gäste in unterschiedlichen Orten ein und können so entspannt die Landstraßen benutzen. Wer noch etwas schlafen möchte bekommt eine Decke, kann sich einkuscheln und genießt dazu eine Tasse Kaffee mit Keksen.

In Uelzen am Hundertwasserbahnhof angekommen legen wir einen Zwischenstopp ein. Das verspielt gestaltete Gebäude von Friedensreich Hundertwasser ist schon etwas Besonderes. Diese Architektur des Künstlers begeistert unsere Gäste zutiefst und bei dem heutigen strahlenden Sonnenschein schimmert die Außenfassade die bisschen wie aus 1000 und einer Nacht.

Es geht weiter bis nach Warnemünde. Die Küstenstadt ist ein Touristenmagnet verliert aber leider in meinen Augen immer mehr von ihrem ursprünglichen Charme. Auch hier gilt, wie für alles Individuelle “ Weniger ist mehr“. Die Gäste genießen den Seeblick, das pulsierende Leben und ein leckeres Fischbrötchen. Es hat sich gelohnt.

Und nun auf zur letzten Etappe nach Graal Müritz. Wir kürzen den Weg ab und fahren durch den Warnowtunnel. Der ein oder andere bekommt im Tunnel ein beklemmendes Gefühl, aber uns kann nichts passieren, denn der Tunnel hat eine Schutzpatronin. Die heilige Barbara Schutzpatronin der Berg- und Hüttenleute, ist auch die Schutzheilige des Warnowtunnels. An der Tunneleinfahrt aus Richtung Lütten-Klein/ Warnemünde kann man sie entdecken.
Barbara von Nikomedien ist laut Überliefung eine christliche Jungfrau gewesen, die den Märtyrertod fand. Ihre Existenz ist jedoch nicht gesichert, beruht nur auf mündlichen Überlieferungen, die später schriftlich festgehalten wurden. Sie gilt als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit.

Und unsere Neugierde wird noch etwas mehr befriedet, wir lernen das jedes Tunnelelement ein Rostocker Kind als Taufpaten hat: Werner, Anita, Rafael, Nadine, Ole und William – zusammen ergeben die Anfangsbuchstaben den Flussnamen Warnow. Es ist immer wieder erstaunlich, was man bei unseren Reisen alles lernen kann.

Wir erreichen unser Ziel Graal-Müritz am Hotel Störtebeker. Das alte Backsteingebäude pflegt noch seinen alten Küstencharme und wie durch ein Wunder werden wir in der Luft von den Juwelen der Küste empfangen. Ein riesiger Kranichschwarm fliegt über das Hotel, Gänsehautfeeling zu Begrüßung.

Getränkeempfang, Zimmerbezug, leckeres Abendessen. Der Tag war rund und müde gehe ich schlafen.

Eure Reisezauberin

Tagesfahrt Harz mit tollem Programm

Gleich zu Beginn sei gesagt: Viel Zeit zum Luftholen gibt es an so einem Tag nicht! Nach der Anfahrt ins schöne Bad Harzburg geht es am Burgberg-Center gleich ab auf den Baumwipfelpfad. Das „Kalte Tal“ auf der Grenze zum Nationalpark Harz bietet im Gegensatz zu vielen derzeit als gefährdet eingestuften Monokulturen noch eine große Vielfalt an Gewächsen. Diese, ihr Umfeld, ihre Bewohner usw. werden durch den Pfad und vor allem bei einer kompetenten Führung sichtbar. Besonders schön: Je weiter man den ca. 1 Km langen, komplett barrierefreien Pfad in bis zu 26 Meter Höhe entlangwandert, umso ruhiger wird es. Schön, so ganz ohne Straßenlärm…

Weiter geht es zum sagenumwobenen Hexentanzplatz bei Thale. Der Blick ins Bodetal, auf die Felsen und auf die genauso berühmte Rosstrappe gegenüber ist atemberaubend. Direkt an der Kante steht das Berghotel, in dem wir ein schmackhaftes Mittagsmahl einnehmen. Noch ein paar Fotos mit Hexen aus Holz und Bronze oder mit dem verhexten = auf der Dachspitze stehenden Haus und der Bus ruft zur Weiterfahrt.

Das beschauliche Wendefurth ist das nächste Ziel. Auf der gleichnahmigen Talsperre – die letzte im ostharzer Talsperrensystem – erwartet uns ein Floß. Bei stimmungsvoller Musik aus der Quetschkommode gibt es Kaffee und Kuchen. Der Käpt´n erzählt derweil etwas über den Stausee, das Pumpspeicherkraftwerk und vor allem über die Staumauer der Rappbodetalsperre. Der Wendefurther Stausee liebt nämlich genau am Fuß des 100 Meter hohen Damms. Oben sehen wir außerdem die 500 Meter lange Stahlseilhängebrücke, über die ameisenkleine Menschen wandern. Ab und zu werden wir von bis zu 90 Km/h schnellen Wagemutigen überholt, die sich am Drahseil in die Tiefe stürzen. Bei uns unten ist es dagegen richtig geruhsam. Die Floßfahrt endet übrigens mit einer echten Überraschung. Aber die sei hier nicht verraten.

Wir fahren erstmal wieder nach hause. Gut gesättigt aber auch ein bisschen platt vom prall gefüllten Tag.

Euer Reisezauberer

3 Tage Dresden

Schon ganz schön lang, so eine Fahrt in die sächsische Landeshauptstadt. Aber es hat sich gelohnt. Schon der erste Tag bot reichlich Eindrücke bei einer Stadtrundfahrt durch die verkehrsreiche Alt- und Neustadt sowie die berühmten Stadtteile Blasewitz und Loschwitz.

Wussten Sie z.B., dass das blaue Wunder – die Brücke von Loschwitz nach Blasewitz – gleich zwei Wunder verkörpert? Zum einen als damals längste freitragende Brücke ohne Strompfeiler und zum anderen, weil sie am Ende des zweiten Weltkrieges unzerstört blieb. Die Residenzstadt Dresden punktet ansonsten mit ihren Baudenkmälern Frauenkirche, katholische Hofkirche, Residenzschloss, Schinkelwache und Semperoper. Letztere gab am Abend einige Geheimnisse ihres Inneren bei einer Besichtigung preis. Auch hier wieder ein „Wussten Sie schon?“, nämlich dass z.B. die wunderbaren Marmorsäulen in Wirklichkeit aus Gips bestehen? Täuschend echt.

Das nächste Architektonische Highlight erwartete uns am Morgen des zweiten Tages. Eine Runde Frauenkirche auf eigene Faust. Ein Audioguide erklärt uns die baulichen und geschichtlichen Details, so dass jede(r) das eigene Tempo anschlagen konnte. Danach war reichlich Zeit um Dresden auf eigene Faust zu erkunden. Erst am Abend erwartete uns der nächste Programm-Höhepunkt: Ein leckeres Abendessen in der Erlebnisgastronomie „Pulverturm“, einem urigen Keller mit allerlei hinstorisch-militärischem Zierrat und netter Unterhaltung durch einen Akkordeonspieler. Natürlich gab es sächsischen Essen mit Kartoffelsuppe, Sauerbraten, Kloß und Quarkkäulchen. Lecker.

Nun war es ein Montagabend und der findet in Dresden fast schon traditionell unangenehme Begleitung durch die Aktivisten der „Pegida“-Bewegung. Angelehnt an den historischen Termin der Montagsdemonstrationen wird hier regelmäßig Fremdenfeindlichkeit zur Schau gestellt – und das in einem der Bundesländer mit dem niedrigsten Ausländeranteil. Aber auch das gehört zur Realität in Deutschland. Schön, dass Reisen uns die Kultur der „anderen“ näherbringen, damit Hass und Vorurteile nicht so gut gedeihen können.

Der Abreisetag führt uns zunächst nach Leipzig. Dort hat man im Gasometer, dem ehemaligen Gasspeicher des Gaswerks, ein 360° Panorama eingerichtet. Und so wird aus Panorama und Gasometer das Leipziger Panometer. Wenn man sich auf die Sache einlässt (und das gelingt mit einer Führung am besten), dann merkt man schnell, dass es nicht einfach nur ein großes Rundbild ist. Die unterschiedlichen Perspektiven, die Stimmung und die Musik bringen Emotionen ins Spiel. Und so wird „Carolas Garten“, die aktuelle Installation, schnell zu einem tollen Einblick in die Natur in und um unsere Siedlungen. Man bekommt trotz oder gerade wegen der Dimensionen des Bildes einen Blick für die Zerbrechlichkeit unserer Umwelt.

Ein toller Abschluss unserer Fahrt, denn nun heißt es Abschied nehmen von Sachsen. Nach einer Mittagspause beim berühmten schwedischen Möbelhaus mit 4 Buchstaben fahren wir zurück nach hause. Es geht wieder am Harzrand entlang, nur dieses Mal eben am südlichen.

Euer Reisezauberer

 

 

Tag der Bundeswehr Faßberg

70 Jahre Luftbrücke nach Berlin. Dieses Jubiläum war das zentrale Thema des diesjährigen Tages der Bundeswehr in Faßberg. Mehrere 10000 Besucher waren dort, um Flugzeuge, andere Militärtechnik, Flugvorführungen und das Rahmenprogramm zu erleben.

Besonderes Highlight waren die original „Rosinenbomber“ und ihre Schwestermaschinen vom Typ DC3 und DC4, die seinerzeit die Hauptlast der Luftbrücke getragen haben. Einige davon konnten auf dem Gelände bestaunt werden und einen historischen Vogel konnte man live in der Luft bewundern. Übrigens liefen auch ein paar amerikanische Luftbrückenveteranen über das Gelände und ließen sich fotografieren.

Aber aus dem angekündigten Massenstart der historischen Flieger wurde nichts. Das deutsche Genehmigungswesen verhinderte erfolgreich eine Landung auf dem historischen Flughafen Berlin-Tempelhof. Die Flugzeuge aus der ganzen Welt blieben am Boden. Chance vertan. Vielleicht die letzte. Superschade.

Also machten sich die vielen Besucher schlagartig auf den Heimweg und es gab reichlich Chaos im Abfahrtbereich, wo man auf eine feste Busgruppe scheinbar nicht vorbereitet war.

Trotzdem war es schöner Tag, zumal das Wetter mehrfach mit Gewitter drohte aber dann doch trocken blieb.

Euer Reisezauberer

Elbekreuzfahrt zu den Glückstädter Matjestagen

Ein langer Tag liegt vor uns aber es wird ein schöner. Das Wetter passt schonmal als wir uns auf den Weg nach Hamburg machen. Unser erstes Ziel sind die St. Pauli Landungsbrücken. Hier wartet die Viktoria, das Fahrgastschiff, das uns heute elbabwärts nach Glückstadt bringen wird.

Im Bauch des Schiffes steht ein Frühstücksbüfett bereit, um uns die ca. 3,5 Std. Fahrzeit zu versüßen. Aber die Fahrt selber ist auch sehr schön. Vorbei am Hamburger Nobelstadtteil Blankenese, an der Schiffsbegrüßungsanlage Willkommhöft in Schulau, an den Airbuswerken und den vielen kleinen Häfen, Stegen, Sielen, Klappbrücken usw.

Angekommen im Hafen von Glückstadt mit seinem maritimen Ambiente und den vielen Booten und Schiffen müssen wir einige Meter ins Stadtzentrum zurücklegen. Der Weg führt uns an vielen schönen Häusern vorbei und die Rosen vor den Eingängen erinnern uns an Dänemark. Nicht zu unrecht, denn die Dänen haben in der Stadtgeschicht ine große Rolle gespielt. Der Glückstädter Marktplatz ist ein ideales Ambiente für die Matjestage. Direkt im Zentrum gelegen und von historischen Gebäuden umsäumt lässt es sich hier bei Volksfestathmosphäre und Livemusik gut aushalten.

Natürlich kommt auch der namensgebende Matjeshering nicht zu kurz. Viele Fischbuden und auch die umliegenden Restaurants bereiten ihn schmackhaft zu.

Mit vollem Bauch und vielen Eindrücken geht es zurück nach hause.

Euer Reisezauberer

Tagesfahrt ins GOP Bad Oeynhausen

„Sông Trᾰng“ – Ein ungewöhnlicher Name für eine Show. „Sông Trᾰng“, sinngemäß „wenn der Mond sich im Fluss spiegelt“, ist vietnamesich. Ungewöhnlich ist auch die Show, denn es ist eine homogene Mannschaft, die uns heute verzaubert hat, in diesem Fall die der Vietnam Circus Federation. 13 toll ausgebildete, sympathische junge Menschen aus dem Land am Mekong zeigen Akrobatik vom Feinsten. Und das Besondere: Nicht High Tech sondern Teamwork bestimmt das Bild. Die Artisten sichern sich gegenseitig, die Bühnendekoration ist spartanisch, die Geräte sind einfach. Bambusstäbe und -leitern bestimmen das Bild. Nur die Licht- und Soundtechnik ist modern und verbereitet eine wunderbar natürliche Stimmung.

Wir werden in die Athmosphäre der Vietnameschen Natur und des dörflichen Lebens hineingezogen. Und immer wieder glaubt man den fahlen Schein des Mondlichtes zu sehen. Sogar Gewitterblitze nehmen wir wahr.

Wir bekommen eine außergewöhnlich schöne Varietéshow zu sehen. Hebefiguren, Akrobatik am Trapez, am Seil, am Ring und an den Bändern. Fast spielerisch und mit einer Prise Humor dargebracht. Hut ab.

Was bleibt? Man braucht keine megaaufwändigen Bühnenbilder oder umfangreiche Technik. Spaß, Können, Bescheidenheit und gegenseitige Unterstützung im Team sind wichtig. In der Show und im Leben. Und so kann man aus einem schönen Tag sogar noch etwas für die Entwicklung unserer Gesellschaft mitnehmen. Es täte uns jedenfalls allen gut, wenn wir das Wesentliche etwas mehr in den Vordergrund stellen würden.

Euer Reisezauberer