Amsterdam im Sommer

Amsterdam ist immer eine Reise wert. Auch wenn es mal kein Festival oder ein ähnlicher Anlass ist. Na ja: Ein bisschen Festival ist in Amsterdam eigentlich immer. Und wer spaß an „Halli Galli“ hat, der kam bei der „Gay Price Parade“ auf seine Kosten. Hunderte bunt gestalteter, voll mit kostümierten Menschen besetzter und mit lauter Musik beschallter Boote befuhren die Prinzengracht und demonstrierten eindrucksvoll für Toleranz.

Wir haben uns für die „normale“ Variante entschieden und gehen erstmal bummeln. Dann gibt es ein schmackhaftes Mittagessen in einer der unglaublich vielen und vielfältigen Gastronomien der niederländischen Hauptstadt. Und zum Abschluss gönnen wir uns noch eine Rundfahrt mit dem Grachtenboot. Vorbei am neuen Konzerthaus geht es in die Herengracht. Hier ist es etwas ruhiger als in der parallelen Prinzengracht und man sieht viel vom klassischen Amsterdam. Das Rundfahrtboot hat an einigen stellen etwas Mühe mit den 90-Grad-Abzweigen aber wir erreichen nach gut einer halben Stunde die Ij, den Fluß, der das Ijsselmeer mit der Nordsee verbindet. Hier liegen die großen Flusskreuzfahrtschiffe und die Ij-Fähren queren den Strom unablässig. Östlich der Innenstadt fahren wir vorbei am NEMO Science Center, das direkt über der Rampe des Ij-Tunnels liegt, erreichen wieder den Grachtengürtel und nähern uns bald dem Ende unserer 1-stündigen Runde.

Zurück zum Abfahrtplatz fahren wir per Tram. Auch das ist mal eine Idee, um auch außerhalb des Zentrums gelegene Attraktionen zu erreichen. Aber das machen wir beim nächsten Mal, denn es war sicher nicht die letzte Fahrt nach Amsterdam.

Euer Reisezauberer

Minikreuzfahrt Nordengland, Tag 3

Der Tag beginnt erneut mit einem leckeren Frühstücksbüfett. Entspannt fahren wir gen Ijmuiden, vorbei an Bohrinseln, Offshore-Windparks und einer großen Menge Schiffe auf Rehde. Das Anlegen im Hafen dauert gefühlt etwas zu lange und wir verlieren leider etwas Zeit. Immerhin ist das Auschecken (Prozedur Nr. 4) hier am einfachsten.

Über weitgehend leere Autobahnen geht es nach Amsterdam. Imposant ist zunächst einmal die moderne Architektur. Ganze Stadtteile werden dem Meer abgetrotzt oder rücken anstelle alter Industriequartiere. Eines davon ist das Gelände der Nederlandse Dok und Scheepsbau Maatschapij (NDSM), ein riesiges Werftareal, auf dem heute die alternative Szene ein üppiges Kulturleben aufgezogen hat. Leider ist dort am Sonntag ein wenig „Dornröschenschlaf“. Immerhin ist die Gastronomie gut sortiert und wir nehmen ein schmackhaftes Mittagessen zu uns.

Die NDSM erreicht man übrigens mit einer (kostenlosen) Ijfähre. Die Fahrt ist auf jeden Fall empfehlenswert, denn in den 10 Minuten Fahrzeit hat man fast schon eine kleine Hafenrundfahrt. Die Fähren fahren in dichter Folge vom Hauptbahnhof aus und befördern nur Fußgänger und Radfahrer – und davon sehr viele.

Der Besuch der NDSM war nur ein Beispiel der Nachmittagsgestaltung. Ein Teil unserer Gruppe hat eine Grachtenfahrt unternommen, ein anderer war im Rotlichtviertel und in China-Town und wieder ein anderer genoss die offenen Geschäfte beim Shopping.

Jetzt heißt es aber: Ab zurück nach Deutschland, bevor aus der Minikreuzfahrt eine Maxireise wird.

Euer Reisezauberer

Minikreuzfahrt Nordengland, Tag1

Auf geht es in Richtung Großbritannien. Kurz vor dem erwarteten „Brexit“ fahren wir noch einmal auf die Insel. Minikreuzfahrt heißt in diesem Fall: 2 Nächte auf See und ein schöner Landausflug. Aber der Reihe nach.

Erst einmal fahren wir in die Niederlande. Unser erstes Ziel ist Batavia Stad, ein Outletcenter bei Lelystad direkt am Ijsselmeer. Hier bleiben wir über Mittag und so mache(r) kommt mit prallvollen Einkaufstüten zurück.

Vorbei an Amsterdam geht es weiter zum Fährhafen Ijmuiden. Nach langwierigen Kontrollen geht es an Bord der „King Seaways“, einem 1400-Passagiere-Fährschiff Richtung Newcastle. Auf dem Schiff gibt es alles, was das Herz an Freizeitmöglichkeiten begehrt: Leckeres Essen, Kino, Casino, Livemusik, Kinderspielparadies, Shop und und und. 

So kann jeder aus unserer Gruppe sein Abendprogramm selbst zusammenstellen. Übernachtet wird übrigens in Ein-, Zwei- oder Mehrbettkabinen je nach persönlicher Vorliebe. Also ab ins Bett. Seeluft macht müde.

Euer Reisezauberer

Tagesfahrt nach Amsterdam

So fünf Stunden muss man schon einrechnen, wenn man mit dem Bus Amsterdam erreichen möchte. Aber der Versuch, das an einem Tag hinzubekommen, lohnt sich. Bei bestem Wetter gönnen wir uns einige schöne Stunden in der Hauptstadt der Niederlande.

Die Grachten, der Königspalast, das Anne-Frank-Haus (leider nur mit langer Voranmeldung), China-Town, das Jordaan-Viertel mit seinen Gassen und Geschäften, die neue Oper, das Kaufhaus „De Bijenkorf“ und und und. Die Stadt ist voller Sehenswürdigkeiten, die man längst nicht in einen Tag packen kann.

Eine Fahrt über die Grachten (ca. 1 oder 1,5 Std.) ist unbedingt zu empfehlen. Man gewinnt eine neue Perspektive auf die Stadt und versteht, warum die Amsterdamer so gerne am und auf dem Wasser sind. Hunderte Hausboote, die an den Ufern festgemacht sind, legen davon Zeugnis ab. Ebenfalls mit dem Thema Wasser kann man den Blumenmarkt in Verbindung bringen. Er ist schwimmend ausgeführt und die Stände ragen ein Stück in die Singel-Gracht hinein.

Eine weitere Besonderheit sind die vielen Fahrräden, die „Fietsen“. An mehrspurige Radwege, Fahrradparkhäuser (teilweise auch schwimmend in den Grachten) und das ständige Klingeln der bevorrechtigten Radfahrer muss man sich erstmal gewöhnen. Dafür gibt es Bereiche nahezu ohne Autoverkehr und da ist selbst eine quirlige Stadt wie Amsterdam beschaulich und ruhig.

Abschließend gönnen wir uns noch eine Fahrt über die IJ, den Flussarm, der Amsterdam von seinen nordöstlichen Stadtteilen trennt und der den Hafenaufnimmt. Hier verkehren Fähren für Radfahrer und Fußgänger im Abstand von wenigen Minuten. Alle sind voll besetzt und die Überfahrt ist gratis. Von gegenüber gibt es wieder eine neue Perspektive. Man kann auf die Aussichtsplattform Shell-Tower klettern oder sich einfach in den Garten des Restaurants am Anleger setzen und dem Treiben auf dem Wasser zuschauen.

Fazit: Wir kommen wieder.

Euer Reisezauberer

Amsterdam Light Festival, Tag 2

Der heutige Tag beginnt ländlich. Unweit der Stadtgrenze von Amsterdam liegt im Vorort Amstelveen, direkt am namensgebenden Flüsschen Amstel, der Rembrandt-Hof. In diesem Familienbetrieb wird die Milch der gut 40 Kühe zu klassischem Bauern-Käse verarbeitet. In einem kurzen Vortrag wird uns die Herstellung erklärt.

Im Nebenraum erfahren wir etwas über die traditionellen Schuhe der Niederländer, die „Klompen“. Diese Schuhe werden aus frischem Pappelholz gefertigt. Hier sind es 70 Jahre alte Maschinen, auf denen bis heute die Holzscheite zu Schuhen gefräst werden. Die einfachsten sind für den Garten, lackiert und mit den für Amsterdam typischen drei Kreuzen versehen sind für die Arbeit, die bunt lackierten für den Sonntag und die geschnitzten für die Hochzeit.

Nach eigenem Bekunden wird der Hof samt Käse- und Schuhfertigung von einem kleinen Bauern mit großem Mundwerk bewirtschaftet. Und so werden wir charmant durch die Produktion geführt. Im angrenzenden Hofladen gibt es den Käse, die Holzschuhe und allerlei hollandtypisches Kunsthandwerk zu kaufen. Davon machen wir reichlich Gebrauch und fahren am Anschluss wieder in die City. Zeit für ein Mittagessen oder zum Bummeln in den Zahllosen Geschäften Amsterdams.

Wir fahren zu zwei verschiedenen Zeiten zurück ins Hotel und haben so die Möglichkeit, direkt nach dem Shoppen oder erst nach dem Abendessen zurückzukommen. Getümmel gab es in jedem Fall reichlich, denn der Samstag war nicht nur für unsere Reisegruppe der Tag der Wahl. Es war jedenfalls ein schöner Tag.

Euer Reisezauberer

Amsterdam Light Festival, Tag 1

Fahrten nach Holland sind nicht so weit wie man meint aber immer schön. Dieses Mal geht es in die Hauptstadt Amsterdam. Anlass ist das seit 2011 jährlich stattfindende Light Festival. Künstler aus dem In- und Ausland gestalten jährlich aufs neue tolle Lichtkunstwerke.

Am besten erlebt man das Light Festival von der Wasserseite, also mit einer Grachtenfahrt. Unser Skipper fährt uns geruhsam über die Kanäle. Wir erfahren viel über die Stadt und ihre Geschichte und die Lichtkunstwerke erleben wir gleich mit. Über Prinzen- und Kaisersgracht, vorbei an Hausbooten, wunderschönen historischen Häusern und berühmten Sehenswürdigkeiten geht es durch die Stadt. Teilweise sind die Grachten so voll von Rundfahrtbooten, dass es einen Stau gibt.

Nach knapp 1 1/2 Stunden legen wir wieder an, verabschieden uns mit Applaus von unserem Bootsführer und gönnen uns noch fast zwei Stunden zur freien Verfügung. Alle schwärmen aus und jeder sucht sich eine passende Gastronomie für´s  Abendessen. Die erleuchtete und belebte Stadt mit ihrer Multikulti-Gesellschaft bietet dafür unendliche Möglichkeiten.

Danach fahren wir zurück zum Hotel nahe des internationalen Flughafens Schiphol. Es war ein schöner Abend. Mal sehen, was der morgige Tag bringt.

Euer Reosezauberer

Adventsreise Niederlande, Tag 3

So eine Gruppenreise hat ja irgendwie immer eine Dramaturgie. Und so folgt auf den tollen zweiten Tag in Valkenburg der noch tollere dritte in Deventer. Das finden übrigens andere auch, denn die Stadt ist ganz schön voll.

Aber der Reihe nach: Nach einen ausgiebigen Frühstück geht es gen Norden auf der Autobahn nach Deventer. Nach ca. 2 Stunden überqueren wir die Ijssel und die alte Handelsstadt Deventer liegt vor uns. Der Handel, der hier zur Blütezeit der Stadt geführt hat, ist mit Händen zu greifen. Viele Häuser haben Lagerräume im Obergeschoss und einen Kranausleger am Dach. Und der Marktplatz „Brink“ mit seinem alten Waagegebäude „De Waag“ ist einfach riesig.

Hier findet sich ein großer Markt. Auch die Geschäfte haben trotz des Sonntags geöffnet, denn es gibt einen Grund für die Menschenmassen: Das Charles-Dickens-Festival. An einem Wochenende in der Vorweihnachtszeit jedes Jahres wird der Stadtteil Bergkvartier von allen modernen „Zutaten“ befreit und auf 19. Jahrhundert getrimmt. Viele kostümierte Darsteller und Gruppen verbreiten das Flair des 19. Jahrhunderts und die Geschichten von Charles Dickens. Ein Leichenzug, eine Schafherde, Dudelsackspieler, Gaukler, „Mr. Scrooge“ und viele weitere Figuren sind zu sehen, natürlich auch Charles Dickens selbst.

So ist das hier kein Weihnachtsmarkt sondern ein echtes Festival, wie der Name schon sagt. Und einmalig dazu. Entsprechend begeistert sind die Besucher, auch wenn man vorher eine lange Schlange überstehen muss.

Was bietet Deventer noch? Wunderschöne Altstadtgassen mit Geschäften, Boutiken, Kneipen, Cafés usw. laden zum Bummeln und Shoppen ein. Ein paar kleine Museen, schöne Kirchen, Dekoration in den Straßen und viele nette kleine Einfälle der Stadt und der Geschäftsleute setzen noch ein Sahnehäubchen drauf. Auch ohne Charles Dickens ist Deventer einfach eine schöne Stadt.

Voll mit Eindrücken machen wir uns nach Einbruch der Dunkelheit auf den Heimweg. Drei Tage Niederlande im Advent gehen zu ende.

Euer Reisezauberer

Adventsreise Niederlande, Tag 2

Heute geht es erst einmal wieder nach Deutschland zurück. Wir fahren nach Achen. In den Außenbezirken der Stadt gibt es einen Werksverkauf der Fa. Lindt und Sprüngli (Schokolaaaade!). Gegenüber verkauft Bahlsen per Werksverkauf seine Kekse. Aber zurück zu Lindt. Eine Völkerwanderung ergießt sich über die Halle und alle Schleppen Pralinien, Tafelschokolade, Marzipan, Nougat usw. raus. Auch wir erwerben die eine oder andere Köstlichkeit.

Nach einer Stunde Shopping geht es zurück in die Niederlande. Nach knapp 30 Km erreichen wir Valkenburg. Auch hier merkt man, dass in der Vorweihnachtszeit hier einiges anders ist als sonst. Eine der Hauptattraktionen ist die Fluwelengrot, eine Höhle, die durch Mergelabbau entstanden ist. Nachdem wir eine lange Schlange „überlebt“ haben, empfängt uns die Grotte mit einem Weihnachtsmarkt unter Tage. Außergewöhnlich. Kunstgewerbe, Kitsch, Leckereien aber auch ganz normale Marktwaren werden angeboten.

Die Fußgängerzone in der historischen Innenstadt ist aber nicht minder zauberhaft. Ganz viele Gatronomiebetriebe und natürlich auch wieder viel weihnachtliches gibt es zu bestaunen. Wir lassen uns ein Mittagessen schmecken und wärmen uns etwas auf. Dann geht es weiter zum Bummeln durch die historische Stadt. Die Stadttore sind schön zurechtgemacht und viele historische Gebäude wurden weihnachtlich herausgeputzt. Natürlich gibt es auch einen Weihnachtsmarkt („Santas Village“). Überhaupt präsentiert sich Valkenburg als „Kerststadt“, also als Weihnachtsstadt.

Nun wird es Zeit sich ein gutes Plätzchen zu suchen, denn der Tag wird hier von einer Weihnachtsparade gekrönt. So ein bisschen nach amerikanischem Vorbild und poppig bunt ziehen beleuchtete Wagen und einige Tanzgruppen durch die abendlichen Straßen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, bis zur Parade zu bleiben.

Aber jetzt geht es zurück nach Venlo ins Hotel. Morgen erwartet uns die nächste weinachtliche Station.

Euer Reisezauberer

Adventsreise Niederlande, Tag 1

Die Niederlande sind nicht weit. Man muss also bewusst einen Umweg in Kauf nehmen, damit man nicht „zu schnell“ da ist… Unser Umweg heißt Münster. Und wenn man schon eine Adventsreise unternimmt, dann geht es natürlich auf den Weihnachtsmarkt. Eigentlich auf die Weihnachtsmärkte, denn Münster hat fünf an der Zahl. Wir schlendern vom Schloss aus durch die Altstadt. Überall fallen uns junge Menschen ins Auge, denn Münster ist Universitätsstadt mit über 50.000 Studierenden.

Besonders schön ist der Prinzipalmarkt. Zwar mussten die prächtigen Häuser nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut werden. Aber das Bild ist toll, gerade in der Adventszeit. Unweit steht die Lambertikirche, die eine zentrale Rolle in der Zeit der Wiedertäufer spielte. Als deren Zeit abgelaufen war und sich die Amtskirche wieder durchsetzete, hängte man die Rädelsführer einfach in Körben an die Kirchturmfassade. Die Körbe sind heute noch zu sehen.

Besondere Bedeutung hat Münster als Stadt des wectsfälischen Friedens, der den 30jährigen Krieg beendete. Gemeinsam mit dem benachbarten Osnabrück kann man stolz auf diese epochale Leistung sein.

Nach noch einmal zwei Stunden Fahrt überqueren wir die Grenze zu den Niederlanden. Von hier ist es nicht mehr weit nach Venlo. Wir übernachten in einem Hotel am Stadtrand: Verkehrsgünstig, zweckmäßig aber von Venlo bekommt man nicht viel mit. Nach einem Abendessen lassen wir den Abend ausklingen. Morgen gibt es richtig Programm.

Euer Reisezauberer

Hup Holland Hup – Tag 3

Tag 3 ist der letzte Tag in Holland. Wir machen uns auf in nördlicher Richtung, in die Gegend von Gouda. Aha, kenn ich, Käse! Genau. Um den besten zu bekommen, muss man einen der im Umland gelegenen Höfe aufsuchen, die eigenen Käse herstellen, oder auf einen der Käsemärkte warten, die mehrmals im Jahr in Gouda selbst stattfinden. Wir entscheiden uns für das Umland. Nach einigem Suchen und der Fahrt entlang entloser Grachten und Wassergräben landen wir auf einem modernen Bauernhof mit Schild „Käserei“. Hier sind wir richtig und handeln uns mit „Händen und Füßen“ zu einem Laib Gouda-Käse. Lecker und zum Zeitpunkt dieses Berichts schon halb aufgegessen.

Da wir uns kein festes Programm vorgenommen haben, gondeln wir weiter durch Holland. Ein Verkehrsschild weist den Weg Richtung Leiden. Waren in der Gegend nicht die berühmten Tulpenfelder? Das überprüfen wir und fahren zum „Keukenhof“ (zu Deutsch „Küchenhof“, nach den früher hier angebauten Kräutern und Gemüsen). Hier blühen die Felder in allen Farben. Gewaltig. Nur der Keukenhof selber ist dann doch ein wenig viel. Allein 100 Reisebusse zählen wir auf dem Parkplatz. Wir suchen daher das Kaffee im nahegelegenen ehemaligen Bahnhof Lisse auf und fahren dann weiter Richtung Ijsselmeer.

Auf dem Weg passieren wir Amsterdam. Ein Besuch wäre toll, ist aber nichts, wenn man nur 1-2 Stunden zur Verfügung hat. So fahren wir weiter nach Lelystad, eine Stadt, die man dem Wasser abgetrotzt hat. Vor einigen Jahrzehnten war hier noch Wasserfläche und Sumpf. Am Rande liegt ein Outlet-Store, in dem wir ein bisschen bummeln können. Das Gelände ist ein bisschen wie ein Dorf gestaltet. Zwischen den Shops liegen Promenaden, so dass die übliche miese Luft hier entfällt.

Der Rückweg führt uns dann nochmal in unser „Wohnzimmer“, die Stadt Deventer, in die wir so oft es geht zurückkommen. Zwar ist hier um 19 Uhr schon etwas Ruhe eingekehrt. Aber es gibt reichlich Restaurants in der Fußgängerzone und rund um den „Brink“, den großen Marktplatz. Wir entscheiden uns für ein „Eetcafé“, also ein urwüchsiges niederländisches Restaurant. Tolle Kneipe, leckeres Essen und vor allem nette Leute. Die haben wir übrigens während der Reise immer wieder getroffen, denn Holländer sind freundlich und aufgeschlossen und mit einer sprachlichen Mischung aus Deutsch, Englisch und Niederländisch kommt man überall weiter. Also „tot ziens“, wie man hier sagt. Bis zum nächsten Mal.

Euer Reisezauberer