Minikreuzfahrt Nordengland, Tag 2

Gut geschlafen? Also ab zum Frühstück. Bevor der Tag startet gibt es erstmal ein leckeres und reichhaltiges Frühstücksbüffet. Und während wir so vor uns hin dinieren tauchen plötzlich Häuser auf der anderen Schiffsseite auf. Wir sind in die Mündung des Tyne gefahren. Nun ist Newcastle nicht mehr weit. Eine wiederum langwierige Einreiseprozedur später betreten wir britischen Boden.

Unsere Reiseleiterin stößt dazu und wir beginnen eine interessante Rundfahrt durch Newcastle. Dieses alte Zentrum der britischen Kohleindustrie hat sich zum Dienstleistungszentrum gewandelt. Wir erfahren etwas über die Mönche, die die Siedlung vor hunderten von Jahren gegründet haben, etwas über die normannischen Fürsten, die die gesamte Region Northumbria zur burgenreichsten Region Englands gemacht haben und über den Industriellen, Erfinder und Mäzen Lord Armstrong, der überall in der Stadt seine Spuren hinterlassen hat.

Zwischenstopp machen wir am Neuen Konzerthaus „the Sage“ im Stadteil Gateshead auf der anderen Tyne-Seite. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt und vor allem auf ihre Brücken. Ganz besonders ist die Swingbridge, die wiederum auf Lord Armstrong zurückgeht und beim passieren von Schiffen einfach weggedreht wird, erwähnenswert. Den Kontrast bildet die Millennium-Bridge, auch „blinking Eye“genannte, denn es sieht wie ein Blinzeln aus, wenn sie weggeklappt wird.

Die nächste Station ist Heddon-on-the-Wall. Der Name verrät, dass das Dorf am Hadrianswall liegt. Ca. 160 Meter der einstmals 5 Meter hohen römischen Befestigungsmauer sind hier sichtbar und verschaffen einen Eindruck, wie sich die Römer von den aufmüpfigen Schotten im Norden abgrenzen wollten.

Ebenfalls Weltkulturerbe wie der Wall ist die Altstadt von Durham. Hier verbringen wir die Mittagszeit. Nette kleine Gassen, Märkte und Geschäfte machen den Aufenthalt sehr angenehm. Das Ensemble aus Kathedrale und normannischer Burg ist jedoch das eigentliche bauliche Highlight. Der eine oder andere hat sich die riesige Kirche auch von innen angesehen, andere suchten lieber die Konsumtempel auf. 

Nun wird es Zeit Richtung Tyneport aufzubrechen, denn die „King Seaways“ wartet auf uns und wir lassen Check-In-Prozedur Nr. 3 (wieder anders als zuvor) über uns ergehen. Die Fähre hat uns wieder und wir legen bei herrlichem Sonnenuntergang ab Richtung Ijmiuden. 

Euer Reisezauberer

Oberitalien, Tag 6

Heute nehmen wir Abschied von Padua. Über die Autostrada geht es Richtung Verona. Hier bekommen wir bei einer Rundfahrt einen ersten Eindruck von den Kulturschätzen der Stadt. Aber ins Herz der Stadt geht es nur zu Fuß (jedenfalls für Touristen, einheimische PKW und Roller gibt es reichlich).

Wir gehen am römischen Theater vorbei über die Römerbrücke ins Zentrum. Hier am Rand gibt es noch beschauliche Wohnlagen mit Blick auf die Etsch und ohne Touristengewimmel. Das bekommen wir einige Meter weiter, ertragen es aber gern. Die mindestens 500, teilweise sogar über 2000 Jahre alten Gebäude entschädigen uns dafür. Besonders schön ist die Piazza delle Erbe mit ihren Marktständen (Nepp inklusive) und natürlich die gut erhaltene römische Arena, die auch heute noch Veranstaltungen beherbergt. Selbstverständlich drängeln wir uns auch in den Hof des Hause von Julia, deren tragische Liebesgeschichte mit Romeo (das Haus seiner Familie haben wir auch gesehen) in Verona stattfand.

Nachdem jeder noch ein bisschen auf eigene Faust durch die Stadt schlendern konnte, gehen wir zurück zum Bus. Nächste Station ist Sirmione, die Perle des Gardasees (Zitat des römischen Dichters Catull). Der Gardasee ist mit ca. 370 Km² übrigens der größte See Italiens. Zunächst machen wir eine Bootsfahrt um die Halbinsel. Der Beginn ist etwas abenteuerlich, denn der Lago di Garda führt Hochwasser und der Bootsanleger ist darauf nicht ausgerichtet. Etwas schwankend aber sicher gehen alle an Bord. Wir fahren rund um die Halbinsel, sehen die Villa der Maria Callas und die Grotten des Catull. So werden die Ruinen einer römischen Villa mit 20.000 Quadratmetern (!) Grundfläche bezeichnet, der größten bekannten ihrer Art in Oberitalien.

Ein paar Bootslängen weiter kommen wir zur Thermalquelle, die sich nahe Sirmione im Gardasee befindet. Der unter Wasser liegende Anschluss ist zwar nicht sichtbar, macht sich aber durch Gasblasen an der Oberfläche bemerkbar. Bevor wir zum Schluss der Fahrt kommen, passiert unser Boot die Zugbrücken der Scaligerburg von Sirmione. Durch das Hochwasser muss man mächtig den Kopf einziehen und man versteht, warum die Touristenboote hier so flach sind.

Unsere Gästeführerin zeigt uns noch den kleinen Ort und die wichtigste Kirche. Es bleibt aber genug Zeit für ein Eis, das hier buchstäblich alle 20 Meter angeboten wird. Am Bus zurück gibt es noch eine „Gardaseetaufe“ mit einem Glas Sekt (innerlich angewendet).

Von Sirmione aus fahren wir nach Dossobuono, einen Vorort von Verona, wo sich unser verkehrsgünstig gelegenes Hotel befindet, denn morgen müssen wir schnell auf der Autostrada sein. Wie immer krönt ein leckeres Abendessen den Tag.

Euer Reisezauberer

Oberitalien, Tag 5

Heute geht es gen Süden, in die an das Veneto angrenzende Emilia Romana. Zunächst fahren wir aus Padua heraus Richtung Küste. Unsere Gästeführerin erklärt und gleich noch einiges zu unserem Übernachtungsort Padua, der geplanterweise aber unverdient bei dieser Reise etwas in den Hintergrund rücken muss.

An Chiogga am südlichen Ende der Lagune von Venedig vorbei fahren wir die alte Römer und Pilgerstraße „Romea“ (Heute Staatsstraße 308) durch das Po-Delta und vorbei an vielen berühmten Adria-Badeorten (Alle heißen „Lido“, wie in Venedig) nähern wir uns Ravenna. Unsere Gästeführerin nutzt die Anfahrt für eine Parforce-Ritt durch die reiche Geschichte Ravennas. Die meisten Fakten haben etwas mit der Zeit zu tun, als die Stadt Hauptstadt des weströmischen Reiches war. Viele kulturell interessante Gebäude sind daher auch weit über 1.000 Jahre alt.

Bevor wir Ravenna erreichen, machen wir einen kurzen Zwischenstopp in Pomposa, dessen Kirche zu den meistbesuchten Denkmälern Italiens zählt. Wie so oft bei Busreisen ist die Unterbringung des großen Fahrzeugs nicht so einfach. Wir steigen am Bahnhof aus und gehen eine Viertelstunde zu Fuß bis zum Hauptplatz, der Piazza del Popolo.

Nach einer kurzen Mittagspause stößt eine einheimische Gästeführerin zu uns, denn die Gästeführer aus dem Veneto dürfen seit einigen Wochen nicht mehr in der Emilia-Romana führen. Auch Italien macht komische Vorschriften…

Wir sehen während unserer Führung nacheinander die Hauptsehenswürdigkeiten die Basilika San Vitale, die Basilika Sant´Apollinare Nuovo, das Baptisterium und von außen das Mausoläum der Galla Placica und lernen die historische Innenstadt kennen. Wir stellen fest, dass Ravenna zu Recht die Hauptstadt der Mosaike genannt wird. Aus allen möglichen Epochen, natürlich auch sehr viel aus der spätrömischen Zeit, schmücke prachtvolle Mosaike die Kirchen und an deren wichtigen Gebäude.

Auch wenn uns von der Abfolge der Herrscher, die sich in Ravenna verewigt haben (Römer, Ostgoten, Langbarden etc.) ein wenig der Kopf brummt, war es ein beeindruckender Besuch im berühmten Ravenna.

Unser Tagesausflug führt über die Autobahn zurück nach Padua. Hier gibt es weniger zusehen und für unsere Gästeführerin weniger zu berichten. Erst kurz vor Padua meldet sie sich wieder, um die Besonderheiten der Euganeischen Hügel zu erklären und uns auf die am südlichen Stadtrand Paduas über die Jahrhunderte entstandenen Villen (teilweise mit weit über 100 Zimmern) hinzuweisen. Wir setzen sie an der Mautstation ab, fahren über die Staatsstraße 16 (Adriatica  genannt) zurück zum Hotel und lassen den Abend bei einem leckeren Abendessen ausklingen.

Euer Reisezauberer

Toskana-Reise, Tag 6

Der heutige Tag soll so richtig toskanisch werden. Zunächst fahren wir mit dem Bus durch die einmalige Landschaft der Balze. Das sind Felsformationen aus gelbem Sandstein, die durch Erosion als skurile Felsnasen aus dem Boden ragen. Leider können wir nicht alle Teile dieser Naturschönheiten mit dem Bus erreichen. Durch die Erklärungen unserer Reiseleiterin sind wir aber auch so gut im Bild.

Im Anschluss geht es nach Terranouva Bracciolini, eine kleine Gemeinde im Arnotal, einst von den Florentinern gegründet. Hier findet jährlich Ende September die „Fiesta del Perdono“ (Vergebungsfest) statt. Eine Mischung aus Volksfest, Landwirtschaftsausstellung, Markt und noch so einigem mehr. Die ganze Region ist hier auf den Beinen. Es wird geschlemmt, gefeilscht, gefeiert und man ist so richtig drin in der Toskana, denn diese Mega-Party ist touristisch noch nicht erschlossen. Neben den vielen Marktständen auf den für den Autoverkehr gesperrten Straßen gibt es die „Fiera degli Ucceli“, einen Vogelmarkt. Hier werden Nutz- und Ziervögel aller Art angeboten. Hühner, Enten, Tauben, Papageien, bunte Finken, Fasanen usw. Daneben gibt es Schafe, Kaninchen, Schildkröten, Zierfische und viele andere Tiere zu bestaunen. Sogar einen Wettbewerb für Vogelstimmenimitatoren gibt es. Eine tolle Veranstaltung, deren Besuch sich wirklich gelohnt hat.

Von Terranouva aus geht es wieder in Richtung unseres „Hausgebirges“ Pratomagno. Über die malerischen Orte Penna, Loro Ciuffenna, San Giustini Valdarno und Castiglion Fibocchi geht es durch Weinberge und Olivenhaine mit vielen Informationen über Land und Leute aus dem Mund unserer Reiseleiterin bis nach Arezzo. Kurz vor der Stadt passieren wir noch einmal den Arno auf einer mittelalterlichen Brücke, der „Ponte a Buriano“. Dieses unscheinbare, einspurige Brücklein, das von der Straße „Via Setteponti“, der wir den ganzen Tag über gefolgt sind, passiert wird, hat aber fast jeder schonmal gesehen, wenn auch nicht bewusst. Es befindet sich im Hintergrund der „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci. Dort sind übrigens auch einige Sandsteinformationen der Balze zu sehen.

Die Provinzhauptstadt Arezzo selbst ist ausgesprochen schön, im Vergleich zu Siena oder Assisi, die wir in den letzten Tagen besucht haben, aber absolut ruhig. Nun ist der Himmel auch ein wenig grau aber trotzdem geht es mit unserer Reiseleiterin auf Stadterkundung. Wir sehen Teile der alten Stadtmauern, die Dominikanerkirche mit ihrem berühmten Kreuz des Künstlers Cimabue, das Rathaus „Palazzo Communale“, die Kathedrale, die Kirche San Francesco und viele weitere historische Gebäude. Wir wandeln sozusagen aus der Zeit der Etrusker über die Römerzeit und das Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

Auf der „Piazza Grande“, dem Hauptplatz, erfahren wir Wissenswertes über das Reitturnier der Stadt, das wie in Siena zweimal jährlich stattfindet. Auch hier kämpfen die Stadtbezirke um die Ehre und in Arezzo um eine goldene Lanze. Mit einer Holzlanze muss dafür der Schild eines Holz-Ritters vom Pferd aus getroffen werden. Je genauer der Treffer, umso mehr Punkte bekommen die Reiter. Haken: Wer nicht schnell genug ist, wird von den drei Lederkugeln in der anderen Hand der Figur getroffen. Das gibt Abzüge. Der Stadtbezirk, der gewonnen hat, schmückt sich aus, feiert entsprechend und stellt die goldene Lanze in einem kleinen Museum aus. Man kann sich kaum vorstellen, wie dieses Turnier auf dem gar nicht so großen Platz stattfindet. Das Ambiente jedenfalls ist wunderschön mittelalterlich.

Zum Schluss (die Füße tun schon ein wenig weh) gehen wir noch in den Dom. Neben der Geschichte und einigen Legenden erfahren wir auch von Papst Gregor X., der im 13. Jahrhundert auf der Rückreise von Lyon nach Rom in Arezzo verstarb. Er hat noch auf dem Totenbett neue Regeln für die Papstwahl erlassen, die noch heute gelten und wurde im Dom von Arezzo bestattet.

Nach dem anstrengenden Tag freuen wir uns auf das Abendessen im Hotel.

Euer Reisezauberer

Das zweite Rom – Tag 2

Der gestrige Tag hatte schon viel zu bieten. Wer kann ahnen, dass wir nochmal so eine Menge zu sehen bekommen. Los geht es wieder an der Porta Nigra. Direkt daneben liegt das Simeonstift, das heute das Stadtmuseum beherbergt. Wir erhalten einen kurzen Einblick in die Ausstellung und eine Vorschau auf die Sonderausstellung zum römischen Kaiser Nero in 2016.

Im Dombezirk, den wir gestern schon erkundet haben, gibt es ebenfalls ein Museum. Auch hier trifft man wieder Andenken an die Römerzeit und so wird auch das Museum am Dom in die Nero-Ausstellung eingebunden sein.

Vorbei an der Konstantin-Basilika und durch die Palastgärten gelangen wir zum rheinischen Landesmuseum, dem wichtigsten Museum zur Geschichte der Region, insbesondere der Römerzeit. Natürlich steht 2016 auch hier unter dem Titel „Nero“. Aber auch in der Dauerausstellung reiht sich Highlight an Highlight, obwohl nur ein Bruchteil des Bestandes ausgestellt ist. Wir sehen immerhin ein Modell der antiken Stadt Augusta Treverorum, den größten römischen Goldschatz, der je gefunden wurde, die prächtigsten römischen Mosaike, die sich hinter Kunstwerken aus Nordafrika oder Rom selbst nicht verstecken brauchen und viele weitere Kulturschätze, hinter denen sich vor allem Geschichten verbergen.

Besonders ergiebig sind die Grabsäulen, auf die die zur Römerzeit hier heimischen Treverer besonderen Wert gelegt haben. Nirgendwo (auch nicht in Rom) gibt es soviele steinerne Zeugnisse des Altagslebens in der Antike. Das Museum verfügt über eine vierstellige Anzahl, von der nur ein kleiner Teil zu sehen ist.

Auf den Grabreliefs geht es auch um Weinbau, den die Römer in die Region gebracht haben. Und so verfolgt uns die römische Kultur auch den Rest des Tages. Wir fahren moselabwärts. Bei Longuich besichtigen wir eine teilrekonstruierte römische Villa, in Neumagen-Drohn kann man das Weinschiff sehen. Es handelt sich wieder um ein Grabrelief und zeigt eine römische Galere, auf der Weinfässer transportiert werden.

Entlang der Mosel reiht sich Weinort an Weinort. Berühmte Namen wie Piesport, Bernkastel-Kues, Kröv, Traben-Trarbach, Zell oder Ediger-Eller passieren wir. Winzer, Weinschänken, Straußenwirtschaften allerorten. Man muss ein bisschen nach dem Besonderen suchen, dann findet man auch ein paar Geheimtipps. Wir halten in Brauneberg beim Weingut Karp-Schreiber. Ein hübscher Shop mit Straußenwirtschaft (ca. 30 Plätze) und schön präsentierte, teilweise innovative Weine lohnen den Zwischenstopp.

Auch als es dunkel wird sieht man, wie sehr die region am Tourismus hängt. Hotels, Pensionen, Restaurants, Anleger für die weiße Flotte und für Flusskreuzfahrtschiffe sowie immer wieder Hinweise auf römische Hinterlassenschaften.

Fazit: Es waren zwei unheimlich informative Tage an der Mosel mit Stoff für eine ganze Woche. Wir kommen wieder.

Euer Reisezauberer

Das zweite Rom – Tag 1

Diesesmal ging es in die viertgrößte Stadt der Welt! Jedenfalls der Welt vor 1.800 Jahren! Damals stand unser Reiseziel Trier in eine Reihe mit Rom, Konstantinopel/Byzanz und Alexandria und war die größte Stadt nördlich der Alpen. Dieser Umstand ist aber vor allem in Deutschland kaum bekannt und so wird Trier mit seinen Kulturschätzen häufig unterschätzt.

Wir starten mit einer Stadtführung an der weltberühmten Porta Nigra, einem römischen Stadttor aus dem 2. Jahrhundert und einer der acht Welterbestätten in Trier. Die Porta Nigra heißt so, weil ihr Sandstein schwarz verwittert ist. Der Name stammt aus späteren Zeiten. Dass das Bauwerk überhaupt noch erhalten ist, verdanken wir dem Umstand, dass es einige Jahrhunderte als Kirche genutzt wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Römerbauten hat man sich hier nicht getraut, Steine und Metalle auszubauen und anderweitig zu verwerten.

Die neuzeitliche Stadt hat ihren Mittelpunkt am Hauptmarkt. Hier finden sich viele Häuser aus Renaissance und Barock. Außerdem ist hier täglich Markt und man kann frische Waren kaufen. Sehr schön.

Weiter geht es zum Dom und zur benachbarten Liebfrauenkirche. Die beeindruckenden Sakralbauten gehen ebenfalls auf Römische Gründungen zurück, denn Kaiser Konstantin brachte das Christentum nach Trier und stiftete an gleicher Stellen bereits einen großen Kirchenbezirk.

Apropos Konstantin und Kirche: Die evangelische Erlöserkirche ist die ehemalige Palastaula von Kaiser Konstantin. Eine beeindruckende säulenlose Halle, in der mit einigen optischen Tricks gearbeitet wurde, um dem Bürger zu verdeutlichen, wie klein er im Vergleich zum Herrscher war. Die Akustik ist auch toll. Ein Ton braucht in der Konstantin-Basilika 7 Sekunden, bis er verhallt.

Ebenfalls römisch und nicht minder beeindruckend sind die Kaiserthemen, eine Badeanlage aus der Konstantin-Zeit, durch die unsere Stadtführerin uns führt (dranbleiben, sonst verläuft man sich).

Danach geht es zurück ins Hotel „Deutscher Hof“, ein familiengeführtes Hotel mit sehr schönen Zimmern und unheimlich viel Liebe zum Detail. Wo hat man schonmal eine echte Bienenwabe auf dem Frühstücksbüffet, aus der man „fangfrischen“ Honig für das Frühstücksbrötchen bekommt?

Unser Abendprogramm hat es ebenfalls in sich. Zuerst geht es in das Amphitheater (natürlich römisch…). Es ist toll erhalten und wir bekommen keine „normale“ Führung. Stattdessen führt der Gladiator Valerius durch die Anlage und durch sein Leben vor 1.800 Jahren. Eine spannende Kombination aus Geschichte, Besichtigung und Theaterstück.

Danach geht es mit einem Oldtimerbus auf den Petrisberg und wir genießen ein Glas Winzersekt bei grandioser Aussicht über die Stadt. Mit dem Oldie geht es weiter auf das Weingut von Nell. Schwenkbraten und ein Kartoffelauflauf (leider ein Geheimrezept) untermalen eine tolle Weinprobe. Für den Heimweg ins Hotel sorgt wieder der Oldtimerbus, gesteuert vom Winzer selbst.

Der Tage war bis zum Bersten voll. Mal schauen wie es morgen wird.

Euer Reisezauberer