3 Tage Dresden

Schon ganz schön lang, so eine Fahrt in die sächsische Landeshauptstadt. Aber es hat sich gelohnt. Schon der erste Tag bot reichlich Eindrücke bei einer Stadtrundfahrt durch die verkehrsreiche Alt- und Neustadt sowie die berühmten Stadtteile Blasewitz und Loschwitz.

Wussten Sie z.B., dass das blaue Wunder – die Brücke von Loschwitz nach Blasewitz – gleich zwei Wunder verkörpert? Zum einen als damals längste freitragende Brücke ohne Strompfeiler und zum anderen, weil sie am Ende des zweiten Weltkrieges unzerstört blieb. Die Residenzstadt Dresden punktet ansonsten mit ihren Baudenkmälern Frauenkirche, katholische Hofkirche, Residenzschloss, Schinkelwache und Semperoper. Letztere gab am Abend einige Geheimnisse ihres Inneren bei einer Besichtigung preis. Auch hier wieder ein „Wussten Sie schon?“, nämlich dass z.B. die wunderbaren Marmorsäulen in Wirklichkeit aus Gips bestehen? Täuschend echt.

Das nächste Architektonische Highlight erwartete uns am Morgen des zweiten Tages. Eine Runde Frauenkirche auf eigene Faust. Ein Audioguide erklärt uns die baulichen und geschichtlichen Details, so dass jede(r) das eigene Tempo anschlagen konnte. Danach war reichlich Zeit um Dresden auf eigene Faust zu erkunden. Erst am Abend erwartete uns der nächste Programm-Höhepunkt: Ein leckeres Abendessen in der Erlebnisgastronomie „Pulverturm“, einem urigen Keller mit allerlei hinstorisch-militärischem Zierrat und netter Unterhaltung durch einen Akkordeonspieler. Natürlich gab es sächsischen Essen mit Kartoffelsuppe, Sauerbraten, Kloß und Quarkkäulchen. Lecker.

Nun war es ein Montagabend und der findet in Dresden fast schon traditionell unangenehme Begleitung durch die Aktivisten der „Pegida“-Bewegung. Angelehnt an den historischen Termin der Montagsdemonstrationen wird hier regelmäßig Fremdenfeindlichkeit zur Schau gestellt – und das in einem der Bundesländer mit dem niedrigsten Ausländeranteil. Aber auch das gehört zur Realität in Deutschland. Schön, dass Reisen uns die Kultur der „anderen“ näherbringen, damit Hass und Vorurteile nicht so gut gedeihen können.

Der Abreisetag führt uns zunächst nach Leipzig. Dort hat man im Gasometer, dem ehemaligen Gasspeicher des Gaswerks, ein 360° Panorama eingerichtet. Und so wird aus Panorama und Gasometer das Leipziger Panometer. Wenn man sich auf die Sache einlässt (und das gelingt mit einer Führung am besten), dann merkt man schnell, dass es nicht einfach nur ein großes Rundbild ist. Die unterschiedlichen Perspektiven, die Stimmung und die Musik bringen Emotionen ins Spiel. Und so wird „Carolas Garten“, die aktuelle Installation, schnell zu einem tollen Einblick in die Natur in und um unsere Siedlungen. Man bekommt trotz oder gerade wegen der Dimensionen des Bildes einen Blick für die Zerbrechlichkeit unserer Umwelt.

Ein toller Abschluss unserer Fahrt, denn nun heißt es Abschied nehmen von Sachsen. Nach einer Mittagspause beim berühmten schwedischen Möbelhaus mit 4 Buchstaben fahren wir zurück nach hause. Es geht wieder am Harzrand entlang, nur dieses Mal eben am südlichen.

Euer Reisezauberer

 

 

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Tag der Bundeswehr Faßberg

70 Jahre Luftbrücke nach Berlin. Dieses Jubiläum war das zentrale Thema des diesjährigen Tages der Bundeswehr in Faßberg. Mehrere 10000 Besucher waren dort, um Flugzeuge, andere Militärtechnik, Flugvorführungen und das Rahmenprogramm zu erleben.

Besonderes Highlight waren die original „Rosinenbomber“ und ihre Schwestermaschinen vom Typ DC3 und DC4, die seinerzeit die Hauptlast der Luftbrücke getragen haben. Einige davon konnten auf dem Gelände bestaunt werden und einen historischen Vogel konnte man live in der Luft bewundern. Übrigens liefen auch ein paar amerikanische Luftbrückenveteranen über das Gelände und ließen sich fotografieren.

Aber aus dem angekündigten Massenstart der historischen Flieger wurde nichts. Das deutsche Genehmigungswesen verhinderte erfolgreich eine Landung auf dem historischen Flughafen Berlin-Tempelhof. Die Flugzeuge aus der ganzen Welt blieben am Boden. Chance vertan. Vielleicht die letzte. Superschade.

Also machten sich die vielen Besucher schlagartig auf den Heimweg und es gab reichlich Chaos im Abfahrtbereich, wo man auf eine feste Busgruppe scheinbar nicht vorbereitet war.

Trotzdem war es schöner Tag, zumal das Wetter mehrfach mit Gewitter drohte aber dann doch trocken blieb.

Euer Reisezauberer

Elbekreuzfahrt zu den Glückstädter Matjestagen

Ein langer Tag liegt vor uns aber es wird ein schöner. Das Wetter passt schonmal als wir uns auf den Weg nach Hamburg machen. Unser erstes Ziel sind die St. Pauli Landungsbrücken. Hier wartet die Viktoria, das Fahrgastschiff, das uns heute elbabwärts nach Glückstadt bringen wird.

Im Bauch des Schiffes steht ein Frühstücksbüfett bereit, um uns die ca. 3,5 Std. Fahrzeit zu versüßen. Aber die Fahrt selber ist auch sehr schön. Vorbei am Hamburger Nobelstadtteil Blankenese, an der Schiffsbegrüßungsanlage Willkommhöft in Schulau, an den Airbuswerken und den vielen kleinen Häfen, Stegen, Sielen, Klappbrücken usw.

Angekommen im Hafen von Glückstadt mit seinem maritimen Ambiente und den vielen Booten und Schiffen müssen wir einige Meter ins Stadtzentrum zurücklegen. Der Weg führt uns an vielen schönen Häusern vorbei und die Rosen vor den Eingängen erinnern uns an Dänemark. Nicht zu unrecht, denn die Dänen haben in der Stadtgeschicht ine große Rolle gespielt. Der Glückstädter Marktplatz ist ein ideales Ambiente für die Matjestage. Direkt im Zentrum gelegen und von historischen Gebäuden umsäumt lässt es sich hier bei Volksfestathmosphäre und Livemusik gut aushalten.

Natürlich kommt auch der namensgebende Matjeshering nicht zu kurz. Viele Fischbuden und auch die umliegenden Restaurants bereiten ihn schmackhaft zu.

Mit vollem Bauch und vielen Eindrücken geht es zurück nach hause.

Euer Reisezauberer

Tagesfahrt ins GOP Bad Oeynhausen

„Sông Trᾰng“ – Ein ungewöhnlicher Name für eine Show. „Sông Trᾰng“, sinngemäß „wenn der Mond sich im Fluss spiegelt“, ist vietnamesich. Ungewöhnlich ist auch die Show, denn es ist eine homogene Mannschaft, die uns heute verzaubert hat, in diesem Fall die der Vietnam Circus Federation. 13 toll ausgebildete, sympathische junge Menschen aus dem Land am Mekong zeigen Akrobatik vom Feinsten. Und das Besondere: Nicht High Tech sondern Teamwork bestimmt das Bild. Die Artisten sichern sich gegenseitig, die Bühnendekoration ist spartanisch, die Geräte sind einfach. Bambusstäbe und -leitern bestimmen das Bild. Nur die Licht- und Soundtechnik ist modern und verbereitet eine wunderbar natürliche Stimmung.

Wir werden in die Athmosphäre der Vietnameschen Natur und des dörflichen Lebens hineingezogen. Und immer wieder glaubt man den fahlen Schein des Mondlichtes zu sehen. Sogar Gewitterblitze nehmen wir wahr.

Wir bekommen eine außergewöhnlich schöne Varietéshow zu sehen. Hebefiguren, Akrobatik am Trapez, am Seil, am Ring und an den Bändern. Fast spielerisch und mit einer Prise Humor dargebracht. Hut ab.

Was bleibt? Man braucht keine megaaufwändigen Bühnenbilder oder umfangreiche Technik. Spaß, Können, Bescheidenheit und gegenseitige Unterstützung im Team sind wichtig. In der Show und im Leben. Und so kann man aus einem schönen Tag sogar noch etwas für die Entwicklung unserer Gesellschaft mitnehmen. Es täte uns jedenfalls allen gut, wenn wir das Wesentliche etwas mehr in den Vordergrund stellen würden.

Euer Reisezauberer

Minikreuzfahrt Nordengland, Tag 3

Der Tag beginnt erneut mit einem leckeren Frühstücksbüfett. Entspannt fahren wir gen Ijmuiden, vorbei an Bohrinseln, Offshore-Windparks und einer großen Menge Schiffe auf Rehde. Das Anlegen im Hafen dauert gefühlt etwas zu lange und wir verlieren leider etwas Zeit. Immerhin ist das Auschecken (Prozedur Nr. 4) hier am einfachsten.

Über weitgehend leere Autobahnen geht es nach Amsterdam. Imposant ist zunächst einmal die moderne Architektur. Ganze Stadtteile werden dem Meer abgetrotzt oder rücken anstelle alter Industriequartiere. Eines davon ist das Gelände der Nederlandse Dok und Scheepsbau Maatschapij (NDSM), ein riesiges Werftareal, auf dem heute die alternative Szene ein üppiges Kulturleben aufgezogen hat. Leider ist dort am Sonntag ein wenig „Dornröschenschlaf“. Immerhin ist die Gastronomie gut sortiert und wir nehmen ein schmackhaftes Mittagessen zu uns.

Die NDSM erreicht man übrigens mit einer (kostenlosen) Ijfähre. Die Fahrt ist auf jeden Fall empfehlenswert, denn in den 10 Minuten Fahrzeit hat man fast schon eine kleine Hafenrundfahrt. Die Fähren fahren in dichter Folge vom Hauptbahnhof aus und befördern nur Fußgänger und Radfahrer – und davon sehr viele.

Der Besuch der NDSM war nur ein Beispiel der Nachmittagsgestaltung. Ein Teil unserer Gruppe hat eine Grachtenfahrt unternommen, ein anderer war im Rotlichtviertel und in China-Town und wieder ein anderer genoss die offenen Geschäfte beim Shopping.

Jetzt heißt es aber: Ab zurück nach Deutschland, bevor aus der Minikreuzfahrt eine Maxireise wird.

Euer Reisezauberer

Minikreuzfahrt Nordengland, Tag 2

Gut geschlafen? Also ab zum Frühstück. Bevor der Tag startet gibt es erstmal ein leckeres und reichhaltiges Frühstücksbüffet. Und während wir so vor uns hin dinieren tauchen plötzlich Häuser auf der anderen Schiffsseite auf. Wir sind in die Mündung des Tyne gefahren. Nun ist Newcastle nicht mehr weit. Eine wiederum langwierige Einreiseprozedur später betreten wir britischen Boden.

Unsere Reiseleiterin stößt dazu und wir beginnen eine interessante Rundfahrt durch Newcastle. Dieses alte Zentrum der britischen Kohleindustrie hat sich zum Dienstleistungszentrum gewandelt. Wir erfahren etwas über die Mönche, die die Siedlung vor hunderten von Jahren gegründet haben, etwas über die normannischen Fürsten, die die gesamte Region Northumbria zur burgenreichsten Region Englands gemacht haben und über den Industriellen, Erfinder und Mäzen Lord Armstrong, der überall in der Stadt seine Spuren hinterlassen hat.

Zwischenstopp machen wir am Neuen Konzerthaus „the Sage“ im Stadteil Gateshead auf der anderen Tyne-Seite. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt und vor allem auf ihre Brücken. Ganz besonders ist die Swingbridge, die wiederum auf Lord Armstrong zurückgeht und beim passieren von Schiffen einfach weggedreht wird, erwähnenswert. Den Kontrast bildet die Millennium-Bridge, auch „blinking Eye“genannte, denn es sieht wie ein Blinzeln aus, wenn sie weggeklappt wird.

Die nächste Station ist Heddon-on-the-Wall. Der Name verrät, dass das Dorf am Hadrianswall liegt. Ca. 160 Meter der einstmals 5 Meter hohen römischen Befestigungsmauer sind hier sichtbar und verschaffen einen Eindruck, wie sich die Römer von den aufmüpfigen Schotten im Norden abgrenzen wollten.

Ebenfalls Weltkulturerbe wie der Wall ist die Altstadt von Durham. Hier verbringen wir die Mittagszeit. Nette kleine Gassen, Märkte und Geschäfte machen den Aufenthalt sehr angenehm. Das Ensemble aus Kathedrale und normannischer Burg ist jedoch das eigentliche bauliche Highlight. Der eine oder andere hat sich die riesige Kirche auch von innen angesehen, andere suchten lieber die Konsumtempel auf. 

Nun wird es Zeit Richtung Tyneport aufzubrechen, denn die „King Seaways“ wartet auf uns und wir lassen Check-In-Prozedur Nr. 3 (wieder anders als zuvor) über uns ergehen. Die Fähre hat uns wieder und wir legen bei herrlichem Sonnenuntergang ab Richtung Ijmiuden. 

Euer Reisezauberer

Minikreuzfahrt Nordengland, Tag1

Auf geht es in Richtung Großbritannien. Kurz vor dem erwarteten „Brexit“ fahren wir noch einmal auf die Insel. Minikreuzfahrt heißt in diesem Fall: 2 Nächte auf See und ein schöner Landausflug. Aber der Reihe nach.

Erst einmal fahren wir in die Niederlande. Unser erstes Ziel ist Batavia Stad, ein Outletcenter bei Lelystad direkt am Ijsselmeer. Hier bleiben wir über Mittag und so mache(r) kommt mit prallvollen Einkaufstüten zurück.

Vorbei an Amsterdam geht es weiter zum Fährhafen Ijmuiden. Nach langwierigen Kontrollen geht es an Bord der „King Seaways“, einem 1400-Passagiere-Fährschiff Richtung Newcastle. Auf dem Schiff gibt es alles, was das Herz an Freizeitmöglichkeiten begehrt: Leckeres Essen, Kino, Casino, Livemusik, Kinderspielparadies, Shop und und und. 

So kann jeder aus unserer Gruppe sein Abendprogramm selbst zusammenstellen. Übernachtet wird übrigens in Ein-, Zwei- oder Mehrbettkabinen je nach persönlicher Vorliebe. Also ab ins Bett. Seeluft macht müde.

Euer Reisezauberer