Kranichrast an Ostsee und Bodden, Tag 3

Der letzte Tag bricht an und nach einem tollen Frühstück fahren wir einige Kilometer in das Freilichtmuseum Klockenhagen. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Aus 18 Dörfern Mecklenburg-Vorpommerns hat man hier die alten Fachwerk- und Backsteingebäude zusammen getragen und aufgebaut. Einige standen hier bereits und dem Museum ist der letzte lebende Einwohner noch sehr bekannt. Er bekam die Möglichkeit mit einem Historiker die Pläne für dieses Museumsdorf zu verwirklichen.

Unsere Gäste fühlen sich in Ihre Kindheit zurückversetzt und mit dem Geruch aus der Bäckerei sowieso. Neben der Bäckerei, dem Kräutergarten, einem Dorfladen, einem Wolllädchen und einer Korbflechterei gibt es noch viel mehr zu sehen. Den frischen Kuchen aus der Bäckerei nehmen wir uns gleich als Wegzehrung mit. Dann fahren wir los, denn auch unsere Heimat wartet schon auf uns.

Die vielen Kilometer die vor uns liegen unterbrechen wir in Ludwigslust mit einer Mittagspause und fahren über die alten Kopfsteinpflasterstraßen direkt vor das Schloss. Was für eine niedliche verschlafene kleine Stadt. Es bleibt noch etwas Zeit um einen Blick in das Schloss zu werfen oder im prunkvollen Saal die Gastronomie des Schlosses zu genießen. Hier fühlt man sich doch gleich wie eine Prinzessin.

Und dann geht die Fahrt weiter in unsere Regionen. Für mich war es wieder eine spannende Reise, bei der ich viele neue Eindrücke und Informationen über Land, Leute und Tierwelt erhalten habe. Und meinen Gästen sehe ich da, dass es Ihnen ebenso geht. Na dann bis zum nächsten Mal.

Eure Reisezauberin

Kranichrast an Ostsee und Bodden, Tag 2

Ich werde früh wach und denke darüber nach, was der Tag bringen mag. Heute werden wir die riesigen Kraniche hoffentlich zu Hunderten sehen und erleben. Meine Neugierde gilt aber erst einmal dem Ort in dem ich übernachtet habe. Und so mache ich mich auf zur Seebrücke, es sind nur wenige Minuten vom Hotel.

Die Nacht ist noch nicht ganz vorbei und der Tag beginnt langsam. Als ich die Seebrücke erreicht habe ist es bereits so hell, dass man alles sehen kann. Eine frische Seeluftbrise umgibt mich, herrlich duftet es nach Meer. Möwen krächzen, Wellen schlagen seicht gegen die Seebrückenplanken. Es entspannt mich und gibt ein gutes Gefühl. Rasch nehme ich noch etwas Sand in einer Tüte mit, um Zuhause ein Bild mit dem Schriftzug „Graal-Müritz“ schießen zu können.

Am Ende der Seebrücke mit Beginn des Strandes lerne ich einen Einheimischen und seinen jungen Hund kennen. Wir reden über Hunde und ihre Erziehung und die gute Luft hier vor Ort. Er erzählt mir von einem Jungen der Herzkrank ist und hier mit seiner Mutter viel Zeit bei einer Kur verbracht hat. Am Ende der Kur war er medikamentenfrei und so haben die Eltern entschieden dauerhaft hier her ans Meer zu ziehen. Sie haben ihr Leben zum Wohle ihres Kindes an die Ostseeküste verlegt. Was für eine schöne Geschichte. Ich mache mich auf den Weg zum Hotel, habe ja noch nicht gefrühstückt. Eine Tasse Kaffee,  knackige Brötchen und meine lieben Gäste empfangen mich im Hotel.

Wir brechen auf zum Kranich-Informationszentrum des Nabu in Groß Mohrdorf. Die vielen Informationen unseres Gästeführers eingebunden in lustige Geschichten gefallen allen sehr. Wir sehen einen tollen Film über Kraniche und diskutieren mit ihm über das Kranichdasein, die Flugrouten, die Ernährung usw.

Fakten:

  • jährliche Kranichmenge in den Vorjahren 50.000 – 70.000, 2019 waren es aufgrund des frühen Wintereinbruchs in Skandinavien 86.000.
  • Kraniche erreichen eine Flughöhe von 300-1500 m und Geschwindigkeiten von 50-100 km/h.
  • Die Körpergröße beträgt zwischen 1,00 m bis 1,30 m.
  • Kraniche brüten 30 Tage. Die Jungen sind Nestflüchter und verlassen schon nach wenigen Stunden das Nest.
  • Kraniche ernähren sich hauptsächlich von Insekten, was aufgrund der menschlich geschaffenen Monokulturen immer schwieriger wird, denn die Insekten verschwinden.
  • Auch die Trockenheit macht den Tieren zu schaffen, Frösche und Schnecken gibt es zu wenige.
  • Die Kraniche werden mit Weizen und Mais gefüttert, damit sie die umliegenden Felder nicht plündern.
  • Die Brutbestände sind gefährdet. In 100 Jahren soll es laut Forschern keine Kraniche mehr geben.

Und dann folgen Tatsachen. Wir fahren vom Infozentrum zum Kranorama, einem Aussichtsturm um Kraniche zu beobachten. Es sind leider nur wenige auf den Wiesen zu sehen. Unser Kranich-Rancher ist sehr fachkundig und schießt für jeden von uns noch ein Handybild mit Hilfe seines Fernrohres. Er gibt uns noch einen Tipp mit auf den Weg, das Kraniche gern die frisch gemähten Maisfelder besuchen. Er behält Recht, denn auf dem Weg nach Zingst sehen wir hunderte von Kranichen auf den Feldern. Das gibt gutes Fotomaterial.

Zingst ist für uns eine Zwischenstation um noch einmal einen Blick auf das Meer zu werfen. Einige von uns haben sich in der Tauchgondel angemeldet, einer geschlossenen Gondel für 30 Personen, die 4 m tief im Meer versenkt wird. Durch die Glasscheiben lässt sich der Meeresboden beobachten. Auch hier lernen die Gäste wieder sehr viel.

Der Sommer 2019 brachte große Feuerquallen hervor. Durch den milden Winter des Vorjahres haben Sie überlebt und fanden sehr viel Nahrung, deshalb wachsen sie entsprechend. Es gab in Zingst 2019 ca. 90 Badeunfälle durch Feuerquallen. Auch hier der Tipp des Experten der Tauchgondel: nur Salzwasser und Sand zum Abspülen verwenden. Süßwasser lässt die Haut aufplatzen. Eine Feuerqualle kann mit Tentakeln die Größe eines Wales erreichen, mehr als 35 m schaffen diese Tiere.

Wir nähern uns dem Abend und damit der Kranichbeobachtung auf dem Wasser. Unser Weg führt uns weiter nach Prerow in den Hafen. Hier liegt unser Mississippi-Raddampfer, mit dem wir die abendliche Boddenrundfahrt angehen. Das leckere Abendessen vorab und dann können wir uns dem Spektakel in der Luft widmen. Tausende von Kranichen kommen abends hierher. Sie sind auf den kleinen Inseln im Bodden bestens gegen Feinde wie Waschbären und Marder geschützt. Was für ein Anblick.

Die Rückfahrt zum Hotel erfolgt in der Dunkelheit, aber mit bestgelaunten Gästen.

Eure Reisezauberin

Kranichrast an Ostsee und Bodden, Tag 1

Früh am Tag machen wir uns heute auf den Weg um ein wunderbares Naturschauspiel live zu erleben und um die Natur verstehen zu lernen. Bei der Anreise sammeln wir viele nette Gäste in unterschiedlichen Orten ein und können so entspannt die Landstraßen benutzen. Wer noch etwas schlafen möchte bekommt eine Decke, kann sich einkuscheln und genießt dazu eine Tasse Kaffee mit Keksen.

In Uelzen am Hundertwasserbahnhof angekommen legen wir einen Zwischenstopp ein. Das verspielt gestaltete Gebäude von Friedensreich Hundertwasser ist schon etwas Besonderes. Diese Architektur des Künstlers begeistert unsere Gäste zutiefst und bei dem heutigen strahlenden Sonnenschein schimmert die Außenfassade die bisschen wie aus 1000 und einer Nacht.

Es geht weiter bis nach Warnemünde. Die Küstenstadt ist ein Touristenmagnet verliert aber leider in meinen Augen immer mehr von ihrem ursprünglichen Charme. Auch hier gilt, wie für alles Individuelle “ Weniger ist mehr“. Die Gäste genießen den Seeblick, das pulsierende Leben und ein leckeres Fischbrötchen. Es hat sich gelohnt.

Und nun auf zur letzten Etappe nach Graal Müritz. Wir kürzen den Weg ab und fahren durch den Warnowtunnel. Der ein oder andere bekommt im Tunnel ein beklemmendes Gefühl, aber uns kann nichts passieren, denn der Tunnel hat eine Schutzpatronin. Die heilige Barbara Schutzpatronin der Berg- und Hüttenleute, ist auch die Schutzheilige des Warnowtunnels. An der Tunneleinfahrt aus Richtung Lütten-Klein/ Warnemünde kann man sie entdecken.
Barbara von Nikomedien ist laut Überliefung eine christliche Jungfrau gewesen, die den Märtyrertod fand. Ihre Existenz ist jedoch nicht gesichert, beruht nur auf mündlichen Überlieferungen, die später schriftlich festgehalten wurden. Sie gilt als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit.

Und unsere Neugierde wird noch etwas mehr befriedet, wir lernen das jedes Tunnelelement ein Rostocker Kind als Taufpaten hat: Werner, Anita, Rafael, Nadine, Ole und William – zusammen ergeben die Anfangsbuchstaben den Flussnamen Warnow. Es ist immer wieder erstaunlich, was man bei unseren Reisen alles lernen kann.

Wir erreichen unser Ziel Graal-Müritz am Hotel Störtebeker. Das alte Backsteingebäude pflegt noch seinen alten Küstencharme und wie durch ein Wunder werden wir in der Luft von den Juwelen der Küste empfangen. Ein riesiger Kranichschwarm fliegt über das Hotel, Gänsehautfeeling zu Begrüßung.

Getränkeempfang, Zimmerbezug, leckeres Abendessen. Der Tag war rund und müde gehe ich schlafen.

Eure Reisezauberin

Toskana 2019: Tage 6 und 7

Heute heißt es Abschied nehmen von unserem Nachtigallenhof, der Fattoria degli Usignoli. Wir genießen noch einmal das Frühstücksbüffet und den Ausblick ins Tal. Wenig später windet sich unser Dreiachser wieder die schmale Straße Richtung Arno hinab. Wir nehmen eine landschaftlich schöne Nebenstrecke, so dass wir noch etwas von der Toskana mitbekommen.

Erstes Etappenziel des Tages ist Modena. Die Heimat des berühmten Balsamico-Essig lädt mit ihrer historische Innenstadt zum Bummeln ein. Aber mehr als eine Mittagspause ist erstmal nicht drin, denn vor uns liegt noch ein Abstecher zum Gardasee. Italiens größter See und die am Ufer liegende Weinstadt Bardolino enpfangen uns bei herrlichem Sonnenschein. Die Uferpromenade ist voller Menschen. Aber das Treiben ist längst nicht so hektisch wie noch in Florenz. In den Gassen des Ortes gibt es schöne Geschäfte, Cafés und Restaurants. Aber mit Blick auf den See ist es natürlich am schönsten.

Von Bardolino aus geht es zurück auf die Autostrada und über Trient (und unter der Seilbahn nach Sardagna hindurch) fahren wir wieder nach Levico Therme. Und sogar das Spezialitätengeschäft gegenüber dem Hotel hat noch geöffnet. Ein spontaner Kaufrausch ist die Folge. Na ja, die kulinarischen Besonderheiten standen ja irgendwie die gesamte Reise schon im Vordergrund. Auch ein Grund mit der nächsten Toskana-Reise nicht allzu lange zu warten.

Euer Reisezauberer

Toskana 2019: Tage 4 und 5

Einen Toskana-Rundumschlag haben wir ja gestern schon gemacht. Es wird Zeit für die Hauptstadt: Florenz. Wir fahren zunächst von unserem „Hotelberg“ herunter und dann arnoabwärts in die berühmte Wiege der Renaissance, Stadt der Medici und Heimat von rund 380.000 Florentinern.

Wir treffen unsere Stadtführerin am Rand der Innenstadt. Die gebürtige Österreicherin erweist sich als absoluter Glücksfall. Sie schafft es spielend, uns 3 Stunden lang über Florenz zu berichten, Gebäude, Geschichte und das Leben der Florentiner in den lebendigsten Farben zu beschreiben. Wir sehen natürlich die Kathedrale, das Gebäude der Uffizien, die Ponte Vecchio und noch dutzende weitere Baudenkmäler. Wir sehen aber auch, wie eng die Stadt gebaut ist. Die Straßen sind schmal und – natürlich – voller Touristen. Vor allem Kreuzfahrtgäste bemächstigen sich ab dem späten Vormittag der Toskana-Metropole. „Overtourism“ heißt das im Fachjargon. Immerhin landen wir in einem netten Restaurant in einer Seitengasse. Gutes Essen und ein wenig Ruhe beschließen den doch eher hektischen Tag in Florenz.

Am nächsten Tag dann das Kontrastprogramm. Es geht aufs Land. Wir fahren sozusagen von einer Fattoria zur anderen. Unser Ziel ist die Fattoria la Vialla, ein biologisch-dynamisch arbeitendes Landgut. Erst einmal gibt es etwas zu entdecken: Ölmühle, Weinkeller, Kornmühle, Bäckerei. Das alles findet man hier, denn die „Viallini“, wie sich die Betreiber nennen, stellen alle Leckereien selbst her, die man mit der Toskana verbindet. Im Weinkeller gibt es gleich eine Kostprobe, damit es nicht so trocken zugeht. Auch etwas Federweißen aus der gerade laufenden Lese können wir kosten. Vorbei am Hofladen, den wir am Nachmittag auch noch „überfallen“ werden, gehen wir etwas bergauf und erreichen eine lange Tafel mit karrierter Tischdecke.

Es erwartet uns ein 5-Gänge-Menü der Extraklasse. Vorweg fantastische Sektsorten und zu jedem Gagng den passenden Wein, natürlich aus eigener Produktion. Ach so: Die lange Tafel steht unter einem Feigenbaum und der Blick vom namensgebenden Landhaus la Vialla hinunter ins Arnotal ist selbst für toskanische Verhätnisse postkartenträchtig. Ach so. Nicht den Hofladen vergessen und die erworbenen Schätze im Kofferraum unseres Busses verstaut. So geht es zurück auf unseren Nahtigallenhof.

Die Strecke für den Rückweg ist nicht ganz ideal, denn die Ponte a Buriano – das ist die Arno-Brücke, die auf da Vincis Mona Lisa im Hintergrund zu sehen ist – ist leider wegen einer Baustelle für Fahrzeuge oberhalb von 7,5 t gesperrt. Machen wir nächstes Jahr, denn bei den Vialini waren wir sicher nicht zu letzten Mal.

Euer Reisezauberer

Toskana 2019: Tage 1-3

Auf geht es nach Italien, zur Neuauflage unserer Toskana-Reise. Wie immer haben wir auch dieses Mal den Reiseablauf verändert. Auch „Wiederholungstäter“ entdecken so immer wieder etwas neues.

Unser erstes Ziel heißt Levico Therme. Ein niedlicher kleiner Kurort im Trentino mit nett gestalteter Innenstadt. Fußläufig davon befindet sich unser familiengeführtes Hotel für die Zwischenübernachtung.

Am zweiten Tag geht es weiter gen Süden.  Unsere erste Etappe ist Ferrara. Die Stadt der historisch bedeutenden Familie del Este hat eine richtige Wasserburg mitten in der Stadt. Auch sonst ist es ein sehr schöner Ort für einen Zwischenstopp samt Mittagspause. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel, die Fattoria Degli Usignoli (zu Deutsch: Nachtigallenhof). Die Fattoria ist eine wunderschöne, weitläufige Anlage mit Pools und Fernsicht. Hier gibt es leckeres Essen und wir fühlen uns schnell richtig wohl.

Der dritte Tag beschert uns den ersten Toskana-Ausflug. Wir fahren über die Autostrada zunächst nach Cortona. Die Stadt sieht man schon von weitem auf dem Berg liegen. Das deutet auf die etruskische Geschichte hin, denn die Etrusker haben ihre Städte immer auf Hügeln oder Bergen errichtet.

Von Cortona aus kann man bereits den Lago Trasimeno sehen, den drittgrößten See Italiens. An seinem Nordufer liegt Passignano sul Trasimeno. Hier besteigen wir ein Linienboot und setzen über zur Isola Maggiore. Die kleine Insel liegt schon ein wenig im Nachsaison-Dornröschenschlaf. Aber man kann durch die Hauptstraße des kleinen Inselortes schlendern. Ein paar Geschäfte und leckeres Eis gibt es auch.

Den heutigen Abschluss macht ein toskanischer Abend. Im Palazzo Bandino läuft gerade die Weinlese und wir können einen Blick in den Weinkeller werfen, in dem es bereits nach Maische riecht. Derweil wurden die Tische im Gastraum gedeckt und wir essen lecker zu Abend. Natürlich darf auch ein Glas (oder zwei…) des hofeigenen Weines nicht fehlen. Der eine oder andere nimmt auch noch ein paar Flaschen mit. Eine Besonderheit: Der Palazzo Bandino ist ein Agritourismo.  Hier werden nur eigene Produkte verarbeitet. Und weil man ein Spa auf dem Hof hat, war man gezwungen auch eigene Kosmetika herzustellen. Wunderbar duftende Seifen (z.B. mit Rotwein) und Cremes auf Olivenölbasis sind das Ergebnis.

Euer Reisezauberer

Tagesfahrt Harz mit tollem Programm

Gleich zu Beginn sei gesagt: Viel Zeit zum Luftholen gibt es an so einem Tag nicht! Nach der Anfahrt ins schöne Bad Harzburg geht es am Burgberg-Center gleich ab auf den Baumwipfelpfad. Das „Kalte Tal“ auf der Grenze zum Nationalpark Harz bietet im Gegensatz zu vielen derzeit als gefährdet eingestuften Monokulturen noch eine große Vielfalt an Gewächsen. Diese, ihr Umfeld, ihre Bewohner usw. werden durch den Pfad und vor allem bei einer kompetenten Führung sichtbar. Besonders schön: Je weiter man den ca. 1 Km langen, komplett barrierefreien Pfad in bis zu 26 Meter Höhe entlangwandert, umso ruhiger wird es. Schön, so ganz ohne Straßenlärm…

Weiter geht es zum sagenumwobenen Hexentanzplatz bei Thale. Der Blick ins Bodetal, auf die Felsen und auf die genauso berühmte Rosstrappe gegenüber ist atemberaubend. Direkt an der Kante steht das Berghotel, in dem wir ein schmackhaftes Mittagsmahl einnehmen. Noch ein paar Fotos mit Hexen aus Holz und Bronze oder mit dem verhexten = auf der Dachspitze stehenden Haus und der Bus ruft zur Weiterfahrt.

Das beschauliche Wendefurth ist das nächste Ziel. Auf der gleichnahmigen Talsperre – die letzte im ostharzer Talsperrensystem – erwartet uns ein Floß. Bei stimmungsvoller Musik aus der Quetschkommode gibt es Kaffee und Kuchen. Der Käpt´n erzählt derweil etwas über den Stausee, das Pumpspeicherkraftwerk und vor allem über die Staumauer der Rappbodetalsperre. Der Wendefurther Stausee liebt nämlich genau am Fuß des 100 Meter hohen Damms. Oben sehen wir außerdem die 500 Meter lange Stahlseilhängebrücke, über die ameisenkleine Menschen wandern. Ab und zu werden wir von bis zu 90 Km/h schnellen Wagemutigen überholt, die sich am Drahseil in die Tiefe stürzen. Bei uns unten ist es dagegen richtig geruhsam. Die Floßfahrt endet übrigens mit einer echten Überraschung. Aber die sei hier nicht verraten.

Wir fahren erstmal wieder nach hause. Gut gesättigt aber auch ein bisschen platt vom prall gefüllten Tag.

Euer Reisezauberer